GASGAS ECC 4 E-Enduro Mountainbike in Blanca White mit roten Akzenten, stehend auf einem Feldweg in den Bergen. Im Vordergrund sind Warnschilder für Radfahrer zu sehen.
(Foto: gasgas.com)

Das GASGAS ECC 4 – E-Mountainbike für harte Trails

Das GASGAS ECC 4 macht keinen Hehl draus, wofür es gebaut ist. 170 mm Federweg vorne, 160 mm hinten, Carbonrahmen und ein 64-Grad-Lenkwinkel – das Paket steht für Kontrolle und Reserven statt Spielerei. Genau das Bike, das schon auf Weltcup-Niveau seine Ernsthaftigkeit bewiesen hat und diese Linie jetzt konsequent weiterfährt.

Seitenansicht des GASGAS ECC 4 E-Enduro Mountainbikes mit roten Akzenten auf dem Carbonrahmen und schwarzen Anbauteilen.
Seitenansicht eines vollgefederten Mountainbikes in Rot und Schwarz. (Foto: gasgas.com)

Was sofort auffällt: Alles greift ineinander. Kein dekorativer Firlefanz, sondern Komponenten, die im harten Enduro-Alltag wirklich Sinn ergeben. Die RockShox ZEB Select+ mit 170 mm und der RockShox Super Deluxe Select+ liefern genau das, was man auf ruppigen Trails braucht – massig Traktion, Ruhe und genug Polster, wenn der Untergrund brutal wird. Dazu kommt der größenspezifische Hinterbau. Das ist kein nettes Detail, das ist eine echte Durchdachtheit.

Größenspezifischer Hinterbau als Schlüsselidee

GASGAS ECC 4 E-Enduro Mountainbike mit Carbonrahmen, Federung und dicken Reifen.
Detailaufnahme des GASGAS ECC 4 E-Enduro Mountainbikes in Blanca White mit roten Akzenten. (Foto: gasgas.com)

Genau dieser größenabhängige Hinterbau ist für mich einer der stärksten Punkte am ECC 4. Bei S, M und L wachsen nicht nur Oberrohr, Reach und Radstand, sondern auch die Kettenstreben. 461 mm in S, 465 mm in M, 469 mm in L. Das ist kein Marketing-Trick. Die Proportionen bleiben über alle Größen hinweg ausgewogen, das Bike wirkt weder nervös noch hecklastig. Bei einem schweren E-Enduro mit 160 mm Heck ist das ein echter Gewinn für Balance und Berechenbarkeit.

Auch die restliche Geometrie passt ins Bild. Reach wächst von 450 über 475 auf 500 mm, der Radstand von 1.258,6 über 1.294 auf 1.330 mm. Zusammen mit hohem Stack und dem kurzen 40-mm-Vorbau ergibt sich ein modernes, laufruhiges Layout, das in schnellen Passagen Vertrauen schenkt, ohne die Front zu träge wirken zu lassen. Das ECC 4 sucht keine verspielte Trail-Charakteristik. Es will ein stabiles Abfahrtsgerät mit Motor sein. Punkt.

Antrieb für lange Anstiege und schwere Linien

Seitenansicht des GASGAS ECC 4 E-Enduro-Mountainbikes mit Fokus auf den Hinterbau, die Federung und den SRAM GX Eagle Antrieb.
Detailansicht des Hinterbaus und Antriebs (Foto: gasgas.com)

Nur weil das Ding bergab zuhause ist, heißt das nicht, dass der Uphill unwichtig wäre. Im Unterrohr sitzt die SRAM Eagle Powertrain Batterie mit 630 Wh, davor arbeitet die SRAM Eagle Powertrain Drive Unit mit 250 Watt und 90 Newtonmetern. Für ein E-Enduro ein rundes Paket – kräftig genug für technische Anstiege und lange Tage, ohne den Charakter des Bikes zu killen. Charger mit 4 Ampere gehört ebenfalls dazu.

Zwölf Gänge mit klarer Ausrichtung

Detailaufnahme des vorderen Teils eines GASGAS ECC 4 E-Enduro Fahrrads mit breitem Lenker, RockShox Gabel und grobstolliger Maxxis Bereifung.
Vorderansicht des modernen E-Enduro Fahrrads mit roten und schwarzen Akzenten. (Foto: gasgas.com)

Bei der Schaltung setzt GASGAS auf eine SRAM GX Eagle-Schaltung mit 12 Gängen und GX Eagle-Kurbelarme. Klingt erstmal unspektakulär, ist aber genau richtig. Im E-Enduro zählt kein Logo-Wettbewerb, sondern ein Antrieb, der Lastwechsel, Steinschläge und Dreck einfach wegsteckt, ohne Mucken.

Bremsen, Laufräder und Reifen im Dienst der Kontrolle

Detailbild des Hinterbaus eines GASGAS ECC 4 E-Enduros mit Fokus auf Federung, SRAM Motor und Hinterradbremse.
Nahaufnahme der Hinterradaufhängung, des SRAM Eagle Powertrain Motors und der Bremse des GASGAS ECC 4. (Foto: gasgas.com)

Bei den sicherheitsrelevanten Parts hat GASGAS richtig abgeliefert. Große Scheiben, viel Standfestigkeit auf langen Abfahrten und deutlich mehr Gelassenheit, wenn 24,6 Kilo plus Fahrer in den Bremspunkt müssen. Genau das, was ein schweres E-Enduro braucht.

Auch die Bereifung passt perfekt ins Konzept. Maxxis Assegai 29 x 2,5″ vorne, Minion DHR II 29 x 2,4″ hinten. Die klassische, bewährte Kombination für Grip und präzise Führung auf anspruchsvollen Trails. Verbaut auf Mach 1 TRUCKY 30 Felgen mit GASGAS Naben im Boost-Standard und Steckachsen rundum. Alles auf Spurtreue, Stabilität und harte Einschläge ausgelegt.

Cockpit mit zeitgemäßer Haltung

780 mm breiter GASGAS Riser-Lenker mit 35 mm Klemmung, 20 mm Rise und 9 Grad Sweep. Kurzer Vorbau, 34,9 mm Dropper, Schraubgriffe, Acros Steuersatz und ein Selle San Marco GND Sattel. Kein Schnickschnack, aber alles da, wo es hingehört und genau so, wie man es in dieser Klasse braucht. Funktional und ohne Schwächen.

Ein E-Enduro mit klarer Identität

24,6 Kilo und 130 Kilo zulässiges Gesamtgewicht zeigen, wo das ECC 4 steht. Der Carbonrahmen spart nicht nur Gewicht, er liefert vor allem das versprochene direkte Fahrgefühl. In Blanca White sieht es clean und sachlich aus – ohne grafisches Geschrei. Entscheidend ist aber etwas anderes: Das Bike bleibt seiner Aufgabe treu. Es versucht nicht, alles zu können. Es macht genau das, was ein ernsthaftes E-Enduro können muss, verdammt gut – Stabilität, Reserven und Übersicht auf harten Trails.

Der Preis für das GASGAS ECC 4 beträgt 6.999 Euro.

Bilder: Hersteller

FAQ

Für wen eignet sich das GASGAS ECC 4 am meisten?

Fahrer, die ein echtes Arbeitsgerät für anspruchsvolle, technische Trails suchen und Stabilität, Reserven sowie ruhiges Fahrverhalten priorisieren. Langer Radstand, flacher Lenkwinkel und üppiger Federweg machen es zum Tool für steile, steinige Lines und hohes Tempo. Wer präzise Linien fährt und auf schwierigen Strecken Kontrolle will, liegt hier goldrichtig. Für gemütliche Feierabendrunden oder enge, verspielte Waldwege gibt es agilere Alternativen.

Welche Rolle spielt der größenspezifische Hinterbau im Fahrgefühl?

Der größenabhängige Hinterbau ist einer der besten Tricks an diesem Bike. Weil mit der Rahmengröße auch die Kettenstreben wachsen, bleiben die Proportionen zwischen Fahrer, Front und Heck über alle Größen stimmig. Das merkt man sofort an Balance, Traktion und Kurvenverhalten. Kleine Rahmen wirken nicht zappelig, große nicht hecklastig. Bei einem schweren E-Enduro mit 160 mm Federweg ist das kein Nice-to-have, sondern ein echter Performance-Vorteil auf schwierigen Trails.

Ist das GASGAS ECC 4 eher auf Bergab-Performance oder auf Touren ausgelegt?

Klares Bergab-Bike mit brauchbarem Uphill. Der SRAM Eagle Powertrain mit 90 Nm und 630-Wh-Akku schiebt ordentlich bei langen Anstiegen und technischen Kletterpassagen. Dennoch ist die Ausrichtung eindeutig: 170/160 mm Federweg, griffige Maxxis-Mischung und eine laufruhige Geometrie schreien nach harten Abfahrten. Wer Sicherheit und Reserven bei Speed sucht, bekommt genau das. Maximal verspielte Wendigkeit oder leichtes Touren-Feeling sucht man woanders.

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