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(Foto: bulls.de)

E-Mountainbike für ruppige Wege: Das BULLS Vuca EVO AM 2

Das BULLS Vuca EVO AM 2 ist ein E-Mountainbike für Fahrerinnen und Fahrer, die auf ruppigen Wegen nicht nur Komfort, sondern vor allem Kontrolle suchen. Sein Einsatzbereich ist klar umrissen: grobe Pfade, holprige Straßen, anspruchsvolles Terrain und wenig ausgebaute Strecken. Genau dort soll das Rad seine Stärken ausspielen. Gleichzeitig bleibt die Kategorie eindeutig: Das ist kein Bike für große Sprünge, über 60 Zentimeter sollte es nicht bewegt werden. Diese Einordnung ist wichtig, weil sie zeigt, worauf das Konzept zielt: maximale Traktion, hohe Fahrsicherheit und viel technische Substanz für anspruchsvolle Touren abseits glatter Forstwege.

Im Zentrum steht eine Antriebseinheit, die sich von klassischen E-MTB-Konzepten absetzt. Das Pinion-MGU mit integrierter 12-Gang-Schaltung und Schaltautomatik vereint Mittelmotor und Getriebe in einem System. Dazu kommen 85 Newtonmeter Drehmoment. Auf dem Trail bedeutet das: kraftvoller Vortrieb am Berg, zugleich ein sehr aufgeräumter Antriebsstrang und weniger anfällige Bauteile im Heckbereich. Zusammen mit dem Gates CDX Belt Riemenantrieb entsteht ein Aufbau, der auf minimalen Wartungsaufwand ausgelegt ist. Gerade bei einem E-MTB, das regelmäßig Dreck, Nässe und Staub sieht, ist das mehr als nur ein Komfortmerkmal.

Pinion-MGU als spannendstes Merkmal

Detailansicht des Hinterrads eines BULLS Vuca EVO AM 2 E-Mountainbikes mit Fokus auf die Kette, Bremsscheibe, Kassette und den integrierten roten Rückleuchten im Hinterbau.
Detailaufnahme des Hinterrads mit Bremsscheibe, Kassette und integrierter Beleuchtung (Foto: bulls.de)

Die faszinierendste Eigenschaft des BULLS Vuca EVO AM 2 ist die Verbindung aus Getriebemotor und integrierter Schaltung. Viele E-Mountainbikes setzen weiterhin auf das bekannte Schema aus Mittelmotor, Kettenschaltung und klassischem Schaltwerk. Das wirkt vertraut, bringt aber im harten Geländeeinsatz auch Verschleiß, Justageaufwand und eine gewisse Empfindlichkeit mit. Das BULLS geht einen anderen Weg. Das Pinion-System bündelt die Schalttechnik im Motorbereich und kombiniert sie sogar mit einer Automatikfunktion. Im Fahralltag kann das vor allem in wechselndem Terrain ein echter Vorteil sein: Wenn der Untergrund ständig zwischen Rampe, Wurzelteppich und rollenden Passagen wechselt, zählt jede Entlastung des Fahrers.

Hinzu kommt der Riemenantrieb, der das wartungsarme Konzept konsequent weiterdenkt. Kein klassisches Schaltwerk, kein Kettenschlagen, kein Fokus auf empfindliche Außenkomponenten – genau daraus bezieht das Rad einen Teil seiner Eigenständigkeit. Das macht das BULLS Vuca EVO AM 2 nicht automatisch zum Bike für jedermann, aber zu einem sehr interessanten Modell für alle, die ein leistungsstarkes E-MTB mit ungewöhnlich sauberem und langlebigem Antrieb suchen.

150 Millimeter Federweg mit klarem Fokus

Eine schwarze Federgabel für ein Mountainbike, die Teil des Fahrwerks ist.
Schwarz glänzende Vorderfederung (Foto: bulls.de)

Auch beim Fahrwerk zeigt das Bike, wohin die Reise geht. Vorn arbeitet eine RockShox Lyrik Ultimate mit DebonAir-Technologie und 35-Millimeter-Chassis, hinten gibt es 150 Millimeter Federweg. Dazu kommt eine Swingarm-Hinterradfederung. Entscheidend ist weniger die Herkunft als die Wirkung auf dem Trail: Das BULLS Vuca EVO AM 2 ist klar auf Reserven, Spurtreue und aktives Wegbügeln von Schlägen ausgelegt. Für lange Touren in anspruchsvollem Mittelgebirge, technisch verblockte Anstiege oder schnelle Abfahrten auf losem Untergrund ist das ein stimmiges Paket.

Der Monocoque-Casting-Rahmen unterstreicht diesen Anspruch. Er bringt nicht nur eine hochwertige Materialbasis mit, sondern erlaubt auch die sehr aufgeräumte Integration der Technik. Das passt zum gesamten Auftritt des Bikes, das nicht mit einzelnen Showeffekten, sondern mit einem geschlossenen Gesamtkonzept Eindruck macht. Die 29-Zoll-Laufräder fügen sich nahtlos ein: Sie versprechen gutes Überrollverhalten, Laufruhe und Vorteile auf rauem Untergrund – genau die Eigenschaften, die in dieser Klasse gefragt sind.

Ausstattung für Kontrolle und Sichtbarkeit

Detailansicht des Lenkers und Vorbaus eines schwarzen E-Mountainbikes, Fokus auf die MonkeyLink-Schnittstelle.
Nahaufnahme des Vorbaus mit Lenker und integrierter MonkeyLink-Vorbauaufnahme (Foto: bulls.de)

Zur Geländetauglichkeit gehört nicht nur das Fahrwerk, sondern auch die Verzögerung. Das BULLS setzt auf eine hochwertige Scheibenbremsanlage. Gerade auf langen Abfahrten oder bei zusätzlichem Systemgewicht zählt eine standfeste Bremsanlage. Hier wirkt das Rad passend ausgestattet und nicht auf Kante kalkuliert.

Bemerkenswert ist außerdem, wie stark BULLS das Thema Integration denkt. Dazu kommen MonkeyLink-Elemente, die Leuchten, Smartphone und weiteres Zubehör aus dem Akku versorgen können. Besonders praktisch im Alltag und auf Dämmerungsrunden sind die integrierte Beleuchtung mit Kurvenlicht sowie die Twinlights in den Ausfallenden beziehungsweise im Rahmenheck. Solche Details wirken zunächst nebensächlich, machen im echten Einsatz aber oft den Unterschied zwischen bloßer Technikfülle und sinnvoller Ausstattung.

Akku, Reichweite und Charakter des Bikes

Beim Energiespeicher stehen 791 oder 1055 Wattstunden zur Verfügung, jeweils voll integriert im FIT UltraCore-System. Schon die kleinere Variante verspricht eine ordentliche Basis für ausgedehnte Touren, die größere spricht klar Fahrerinnen und Fahrer an, die viele Höhenmeter, lange Distanzen oder besonders intensive Unterstützung einplanen. Reichweitenversprechen hängen zwar immer stark von Strecke, Gewicht, Temperatur und Fahrweise ab, doch die Kapazität zeigt: Das BULLS Vuca EVO AM 2 ist nicht als kurzhubiges Feierabendgerät gedacht, sondern als ernsthaftes E-MTB für lange und fordernde Einsätze.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der klappbare Limotec-Lenker. Er ist kein typisches Detail, das man in dieser Klasse an jeder Ecke findet, und verleiht dem Bike einen zusätzlichen praktischen Akzent. Insgesamt ergibt sich das Bild eines sehr modernen E-All-Mountain mit klarer Priorität auf Technik, Dauerhaltbarkeit und Einsatzbreite im schweren Gelände. Das BULLS Vuca EVO AM 2 richtet sich an ambitionierte Tourenfahrer und Trail-Fans, die ein stark motorisiertes, hochwertig gefedertes und zugleich ungewöhnlich wartungsarmes Gesamtpaket suchen.

Bilder: Hersteller

FAQ

Für wen eignet sich das BULLS Vuca EVO AM 2 am besten?

Das BULLS Vuca EVO AM 2 eignet sich vor allem für Fahrerinnen und Fahrer, die regelmäßig auf anspruchsvollen Strecken unterwegs sind und dabei ein besonders robustes, modernes und wartungsarmes E-MTB suchen. Wer viele Wurzeln, lose Steine, steile Anstiege und lange Touren im Mittelgebirge oder alpennahen Gelände fährt, profitiert von dem kräftigen Motor, dem satten Federweg und der integrierten Antriebslösung. Weniger geeignet ist das Bike dagegen für Menschen, die vor allem auf Asphalt oder einfachen Radwegen fahren. Sein Charakter ist klar geländeorientiert, technisch anspruchsvoll und auf Kontrolle, Traktion und Reserven im schwierigen Terrain ausgelegt.

Welche Vorteile bietet das Pinion-MGU-System im Vergleich zu einem klassischen E-MTB-Antrieb?

Der größte Vorteil des Pinion-MGU-Systems liegt in der Integration von Motor, Getriebe und Schaltung in einer kompakten Einheit. Dadurch entfallen klassische Bauteile wie Schaltwerk und Kettenschaltung, die im Gelände stärker verschleißen oder beschädigt werden können. In Verbindung mit dem Gates-Riemenantrieb entsteht ein deutlich wartungsärmeres Gesamtkonzept, das besonders bei Nässe, Schmutz und häufigem Offroad-Einsatz interessant ist. Zusätzlich kann die Schaltautomatik den Fahralltag erleichtern, weil sie in wechselndem Terrain Arbeit abnimmt. Das macht das Bike technisch besonders spannend für alle, die nicht nur Leistung, sondern auch Langlebigkeit und ein aufgeräumtes Antriebskonzept schätzen.

Wie alltagstauglich ist das BULLS Vuca EVO AM 2 trotz seines klaren Offroad-Fokus?

Obwohl das BULLS Vuca EVO AM 2 eindeutig für schweres Gelände entwickelt wurde, bringt es überraschend viele Merkmale mit, die auch im Alltag nützlich sind. Dazu zählen die integrierte Beleuchtung mit Kurvenlicht, die versorgbaren MonkeyLink-Schnittstellen und der klappbare Lenker. Diese Details erleichtern den Einsatz auf Pendelstrecken, bei Dämmerungsfahrten oder auf gemischten Touren zwischen Stadt und Trail. Trotzdem bleibt es im Kern ein sportliches E-All-Mountain. Wer hauptsächlich Komfort auf Asphalt sucht, wird das Potenzial des Bikes kaum ausschöpfen. Für aktive Nutzer mit vielseitigem Einsatzprofil ist die Alltagstauglichkeit jedoch klar vorhanden.

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