Das Scrub DC 2 ist kein Rad für feinfühlige Momente. Hier geht es um klare Ansagen: große Sprünge, harte Landungen und richtig ruppige Park-Lines. Doppelbrückengabel, Stahlfederdämpfer, parkorientierte Geometrie und der Laufradmix aus 29 vorne und 27,5 hinten – alles ist auf maximalen Spaß zwischen Absprung, Anlieger und brutaler Downhill-Passage ausgelegt. Kein Allrounder. Will es auch gar nicht sein. Es ist die direkte Antwort auf Jump Lines und harte Bikepark-Tage.
Das Interessante daran: Es setzt nicht nur auf pure Rohheit. Der Aluminiumrahmen ist robust verarbeitet und mit echten Trail-Details ausgestattet. Besonders die größenabhängigen Kettenstrebenlängen sind ein feiner Move. Im Marketing interessiert das keinen, auf dem Trail schon. In Größe S bleibt das Bike ausgewogen, in XL genauso. Solche Kleinigkeiten machen oft den Unterschied zwischen nervös und vertrauenerweckend.
Park-Bike mit klarer Haltung

Das Scrub DC 2 versteckt nicht, wofür es gebaut ist. Bikepark-Saison, endlose Parklaps und anspruchsvolle DH-Strecken – genau dafür steht es. Vorne arbeitet eine RockShox Boxxer Rush RC mit 200 mm Federweg und 38-Millimeter-Chassis. Steif, präzise und mit massiven Reserven, wenn die Schläge schnell und hart kommen. Genau das brauchst du in verblockten Sektionen oder bei tief ausgefahrenen Landungen.
Hinten sitzt ein passend abgestimmter RockShox Vivid Select+ Coil. Leicht einstellbare Druckstufe, hydraulischer Bottom-Out-Schutz. Im Park, wo unsaubere Landungen und harte Kompressionen Alltag sind, ist das kein nettes Extra – das ist Kontrolle, wenn das Tempo richtig hoch ist und die Linie mal nicht passt.
Federung mit Sinn für den harten Einsatz

Die Federung folgt keiner Vielseitigkeits-Idee, sondern einer klaren Logik: maximale Berechenbarkeit unter hoher Last. Die Boxxer mit DebonAir+ Twin Tube spricht sensibel an und liefert gleichzeitig genug Gegenhalt über den gesamten Federweg. Zusammen mit dem Vivid Coil entsteht ein Fahrwerk, das nicht nur schluckt, sondern das Rad selbst bei hohem Tempo, ruppigem Untergrund und unübersichtlichen Passagen sauber auf Kurs hält.
Das spannendste Detail: das Mullet-Konzept

Das Mullet-Setup ist bei diesem Rad der eigentliche Star. 29er vorne, 27,5er hinten. Das große Vorderrad bringt Laufruhe, besseres Überrollverhalten und echte Souveränität im groben Gelände. Besonders auf schnellen Downhill-Linien und in ruppigen Bremswellen bleibt die Front spürbar stabil und zieht Hindernisse deutlich besser glatt.
Hinten sorgt der kleinere Reifen für ein kompakteres Heck, mehr Bewegungsfreiheit und richtig verspieltes Handling in engen Kurven, auf Sprüngen und bei schnellen Richtungswechseln. Genau diese Kombination passt perfekt zum Charakter des Scrub DC 2 – vorne Vertrauen und Tempo, hinten Agilität und Pop. Das Bike fühlt sich auf engen Trails lebendig an, ohne auf rauen Strecken nervös zu werden.
Abgerundet wird das Ganze durch einen verstellbaren Acros-Steuersatz, mit dem sich der Lenkwinkel um einen Grad verändern lässt. Für ein reines Park- und Downhill-Bike ist das ein richtig praktisches Detail. So kannst du das Setup noch enger auf deinen eigenen Fahrstil zuschneiden.
Robuste Parts für ruppige Tage

Auch beim Antrieb wird klar, dass dieses Bike für den harten Einsatz gebaut ist. SRAM GX DH mit nur 7 Gängen und einer PG720 DH-Kassette (11–25 Zähne). In dieser Klasse absolut sinnvoll. Im Bikepark brauchst du kein breites Spektrum, sondern präzise, schnelle Schaltvorgänge und maximale Robustheit. Weniger Gänge bedeuten weniger Angriffspunkte, wenn es richtig zur Sache geht.
Der Rest passt ins Bild. 800 mm breiter Truvativ Descendant-Lenker, 50-mm-Direct-Mount-Vorbau – direkte Front, viel Kontrolle. Dazu Ergon-Griffe, SDG Bel-Air V3-Sattel und eine Reverse-Sattelstütze. Pedale sind nicht montiert. Bei dieser Gattung überrascht das niemanden.
Bremsen und Laufräder im Einsatzkontext

Bei den Bremsen setzt ROSE auf SRAM Maven Bronze. Das passt zum Einsatzzweck: hohe Bremsleistung und saubere Modulation für lange Abfahrten, hohes Tempo und harte Anbremspunkte.
Die Newmen Evolution E.G. 30-Laufräder unterstreichen das Mullet-Konzept, Schwalbe-Reifen in Super-Gravity-Karkasse mit Addix Soft sorgen für Grip und Stabilität. Vorne rollt ein Magic Mary in 29 x 2,4, hinten ein Big Betty in 27,5 x 2,4. Das Scrub DC 2 ist damit klar als ernsthaftes Parkgerät aufgebaut – robust, laufruhig und konsequent auf Haltbarkeit ausgelegt.

Für wen das Scrub DC 2 gebaut ist
Das Scrub DC 2 ist für alle, die ein Rad für genau eine Sache wollen: kompromisslosen Spaß bergab. Rahmengrößen von S bis XL decken 160 bis 202 cm ab, die Farben heißen Vanilla und Cherry. Entscheidend ist aber die Haltung. Es versucht nicht, ein bisschen Enduro, ein bisschen Freeride und ein bisschen Alltag zu sein. Es bekennt sich voll zum Bikepark und zur DH-Strecke – und genau deshalb funktioniert es so gut.
Das Scrub DC 2 kostet 3.800,00 Euro.
Bilder: Hersteller
FAQ
1. Für wen eignet sich das Scrub DC 2 am besten?
Für Fahrer, die regelmäßig große Sprünge, harte Landungen und ruppige Park- und DH-Strecken fahren. Wer ein stabiles, belastbares Bike mit massiven Reserven sucht, liegt hier richtig. Für lange Touren, viele Höhenmeter oder Allround-Einsatz ist es bewusst die falsche Wahl. Genau diese Spezialisierung ist seine Stärke. Es will nicht alles können – es will in seinem Revier richtig gut sein.
2. Welche Vorteile bringt das Mullet-Setup im Fahralltag?
Vorne sorgt das 29er für Laufruhe und Souveränität in schnellen, rauen Passagen. Es zieht Hindernisse glatt und gibt der Front spürbar mehr Stabilität. Hinten macht der 27,5er das Bike wendiger, spielerischer und erleichtert enge Kurven, Manuals und schnelle Richtungswechsel. Für ein Park-Bike ist diese Kombination fast ideal – viel Vertrauen bergab bei gleichzeitig richtig guter Agilität. Genau das spürst du auf jedem Trail.
3. Warum setzt das Scrub DC 2 auf diese spezielle Ausstattung?
Weil es für harten, wiederholten Einsatz gebaut ist. Die Doppelbrückengabel liefert Steifigkeit und Reserven, der Stahlfederdämpfer gibt Kontrolle bei brutalen Schlägen und unsauberen Landungen. Der 7-fach DH-Antrieb ist simpel, robust und für kurze, intensive Runs deutlich besser geeignet als eine breit gestufte Touren-Schaltung. Bremsen, Laufräder und Reifen folgen derselben Logik: Haltbarkeit und Performance statt Kompromisse. Das Ergebnis ist ein Bike, das im Park seine Aufgabe ohne Wenn und Aber erledigt.




