Mountainbikerin fährt auf einem staubigen Trail bergab, umgeben von Bäumen und Felsen.
Eine Fahrerin mit Helm und sportlicher Kleidung fährt mit einem Mountainbike auf einem staubigen Waldweg bergab und durchfährt eine Kurve. Felsen säumen den Trail. (Foto: eu.pivotcycles.com)

Trailcat SL: Carbon-Trailbike für schnelle Alpentouren

Das Trailcat SL zielt auf Fahrerinnen und Fahrer, die ein leichtes Trailbike mit Reserven für anspruchsvolle Touren suchen. Der Fokus liegt auf einem ultra-leichten Hollow-Core-Carbonrahmen, kombiniert mit 120 Millimetern Federweg am Heck und 140 Millimetern an der Front. In Verbindung mit 29-Zoll-Laufrädern ergibt sich ein modernes Touren- und Trailkonzept, das auf langen Anstiegen und technisch fordernden Abfahrten punkten soll.

Das Pivot Trailcat SL Mountainbike in heller mintgrüner Farbe steht in trockenem Gras mit Bäumen im Hintergrund.
Ein leichtes Carbon-Trailbike für anspruchsvolle Touren. (Foto: eu.pivotcycles.com)

Rahmen, Geometrie und Größenwahl des Trailcat SL

Herzstück des Trailcat SL ist der Hollow-Core-Carbonrahmen. Die Konstruktion setzt auf minimales Gewicht, ohne auf Stabilität im Gelände zu verzichten. In der Praxis bedeutet das: effizienter Vortrieb auf langen Anstiegen, kombiniert mit genügend Steifigkeit für präzises Handling in ruppigen Trailpassagen. Die 120 Millimeter Federweg hinten und 140 Millimeter vorne positionieren das Bike in der modernen Trail-Kategorie – spritzig genug für Marathontouren, aber mit ausreichenden Reserven für anspruchsvolle Singletrails.

Nahaufnahme des Rahmens eines hellblauen Fahrrads mit Fokus auf das Tretlager und das Hinterrad.
Detailansicht des Tretlagers und des Hinterrads eines modernen Fahrrads (Foto: eu.pivotcycles.com)

Die Bandbreite der Rahmengrößen von XS bis XL deckt Körpergrößen von rund 1,47 bis 1,96 Meter (4’10” bis 6’5”) ab. Damit eignet sich das Trailcat SL sowohl für kleinere als auch sehr große Personen, was gerade im hochwertigen Trail-Segment nicht selbstverständlich ist. Auffällig ist zudem die Option auf zwei Farbvarianten: „Dr Purple“ für auffällige Auftritte auf dem Trail und „Green Meadow Mist“ für dezentere Gemüter. Große Trinkflaschen haben in allen Rahmengrößen Platz, ein Praxisdetail, das vor allem auf langen Touren ohne Rucksack geschätzt wird.

Innenliegende Features: Toolshed, Pivot-Dock-Tool-System und Leitungsführung

Besonders spannend am Trailcat SL ist das Gesamtpaket an integrierten Lösungen rund um Werkzeug und Stauraum. Das in den Rahmen integrierte Toolshed-Fach im Unterrohr erlaubt die Mitnahme von Tools, Schlauch oder kleiner Pumpe direkt im Bike. In Verbindung mit dem Pivot-Dock-Tool-System am Rahmen, das als Montagepunkt für weiteres Werkzeug dient, entsteht ein durchdachtes System, um das Nötigste immer griffbereit zu haben. Dieser Fokus auf Stauraum ist im Alltag auf dem Trail nützlich: Rucksack oder Hüfttasche können oft kleiner ausfallen oder ganz zu Hause bleiben. Im harten Trailalltag bedeutet das: Ersatzschlauch, CO₂-Kartusche, Multitool oder ein kompaktes Reparaturset verschwinden im Rahmen, bleiben klapperfrei und sind schnell erreichbar. Dadurch verändert sich die Art, wie das Bike genutzt wird – gerade bei schnellen Feierabendrunden oder technischen Trailtouren ist es möglich, auf schweren Rucksackballast zu verzichten.

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(Foto: eu.pivotcycles.com)

Das Kabelmanagement übernimmt ein volles internes Leitungsrouting über das Pivot-Kabelportsystem. Das sorgt für eine aufgeräumte Optik und reduziert Klappergeräusche auf ruppigen Abfahrten. Gleichzeitig setzt der Hersteller auf das UDH-Schaltauge (Universal Derailleur Hanger). Das ist für moderne Schaltgruppen relevant und erleichtert im Fall eines Defekts den Ersatz, da dieser Standard weit verbreitet ist. Die neue Dual-Internal-Cable-Port-Lösung unterstützt eine saubere Verlegung von Schalt- und Bremsleitungen und bereitet das Bike auf aktuelle und kommende Schalttechnologien vor.

Flip Chip und MX-Option: Anpassung an Fahrstil und Terrain

Über einen Flip Chip lässt sich die Geometrie des Trailcat SL anpassen. Je nach Einstellung verändert sich das Fahrwerk und damit das Handling – etwa flacher und laufruhiger für schnelle Abfahrten oder etwas steiler und kletterfreudiger für lange Touren mit vielen Höhenmetern. Für Fahrerinnen und Fahrer, die oft in sehr unterschiedlichen Revieren unterwegs sind, kann dieser kleine Eingriff spürbare Unterschiede machen, ohne dass der Charakter des Rads komplett verändert wird.

Eine Mountainbikerin mit Helm und sportlicher Kleidung fährt mit einem Vollfederrahmen-Mountainbike über einen felsigen Abhang im Wald.
Mountainbikerin springt mit einem Vollfederrahmen-Bike über einen Stein (Foto: eu.pivotcycles.com)

Eine weitere Option ist die MX-Kompatibilität, also die Möglichkeit, ein gemischtes Laufrad-Setup zu fahren. Wer das 29-Zoll-Vorderrad mit einem kleineren Hinterrad kombinieren möchte, kann das Trailcat SL entsprechend aufbauen. Im Trailalltag bedeutet ein MX-Setup häufig mehr Bewegungsfreiheit über dem Hinterrad und ein verspielteres Handling, während das große Vorderrad für Stabilität und Überrollverhalten sorgt. Damit lässt sich das Bike noch stärker an den bevorzugten Fahrstil anpassen – tourenorientiert mit zwei 29-Zoll-Laufrädern oder verspielter im MX-Trim.

Ausstat­tungsvarianten: Von Ride Eagle 70/90 bis XX Eagle Transmission

Das Trailcat SL wird in mehreren Ausstattungsstufen angeboten, die verschiedene Schwerpunkte bei Performance und Preis setzen. Die Basis bilden die Ride-Modelle mit SRAM-Antrieb: das Trailcat SL Ride Eagle 70/90 sowie das Trailcat SL Ride GX Eagle Transmission. Beide setzen auf 29-Zoll-Alulaufräder, eine Fox Performance 34-Gabel mit 140 Millimetern Federweg und einen Fox Performance Float-Dämpfer. DT Swiss M1900-Laufräder und Maxxis-Reifen (vorn Minion DHRII, hinten Dissector, jeweils in 2,4 Zoll Breite) unterstreichen den vielseitigen Trail-Fokus.

Darüber rangieren mehrere Pro-Varianten. Das Pro XT/XTR Di2-Modell setzt weiterhin auf 29-Zoll-Alulaufräder, aber mit Fox Factory 34-Gabel und Fox Factory Float-Dämpfer. Die Schaltarbeit übernimmt Shimanos 12-fach XT Di2, ergänzt um einen Phoenix Team Low Rise-Carbonlenker. Serienmäßig kommen DT Swiss XM1700-Laufräder zum Einsatz. Auch hier sind griffige Maxxis Minion DHRII und Dissector in 2,4 Zoll verbaut.

Carbonlaufräder und elektronische Schaltperformance

Eine besonders sportliche Auslegung bietet die Pro XT/XTR Di2-Variante mit Carbonlaufrädern. Hier rollt das Trailcat SL auf Reynolds Blacklabel XC PRO-Carbonrädern, bestückt mit Industry Nine Hydra-Naben. Diese Kombination richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer, die höchste Steifigkeit und Beschleunigung suchen, etwa für lange Alpenanstiege oder ambitionierte Trailrunden. Das übrige Setup entspricht der Pro XT/XTR Di2-Version mit Fox Factory-Fahrwerk, Shimano XT Di2-Antrieb, Phoenix Team-Carbonlenker und den genannten Maxxis-Reifen.

Auf der Antriebsseite geht es mit dem Pro X0 und den Team-Modellen weiter. Das Pro X0 setzt auf eine SRAM X0 Eagle Transmission mit 12 Gängen, 10–52-Zahn-Kassette und AXS-Funksteuerung. Gepaart mit einer SRAM Maven-Vierkolbenbremse, X0 Eagle 32-Zahn-DUB-Kurbel, Fox Factory 34-Gabel, Fox Factory Float-Dämpfer, Phoenix Team-Carbonlenker, Newmen Evolution 30 mm-Laufrädern und Maxxis 2,4-Zoll-Reifen entsteht ein Aufbau für Fahrerinnen und Fahrer, die Wert auf drahtlose Schaltung und kraftvolle Bremsen legen.

Preisstruktur des Trailcat SL und Fazit

Das Trailcat SL wird in zahlreichen Ausstattungsvarianten angeboten. An der Spitze stehen das Trailcat SL Team XX Eagle Transmission | NEO und das Trailcat SL Team XTR | NEO, beide zu einem Preis von 12.599,00 Euro. Direkt darunter folgen das Trailcat SL Team XX Eagle Transmission und das Trailcat SL Team XTR für jeweils 11.299,00 Euro. Im Pro-Segment starten das Trailcat SL Pro X0 Eagle Transmission | NEO bei 10.699,00 Euro und das Trailcat SL Pro XT/XTR Di2 | NEO bei 10.399,00 Euro, während das Trailcat SL Pro X0 Eagle Transmission bei 8.599,00 Euro und das Trailcat SL Pro XT/XTR Di2 bei 8.299,00 Euro beginnt. Die Ride-Modelle runden das Programm ab: Das Trailcat SL Ride GX Eagle Transmission kostet 6.999,00 Euro, das Trailcat SL Ride Eagle 70/90 liegt bei 6.299,00 Euro. Wer nur den Rahmen möchte, zahlt für das Trailcat SL Frame 4.499,00 Euro.

FAQ

1) Für wen eignet sich das Trailcat SL – eher Tourenbike oder „richtiges“ Trailbike?

Das Trailcat SL ist klar als leichtes, effizientes Trailbike für lange Tage am Berg gedacht. Mit 120 mm Federweg hinten und 140 mm vorn sowie 29-Zoll-Laufrädern zielt es auf Fahrerinnen und Fahrer, die viel klettern, aber in der Abfahrt trotzdem Reserven wollen. Es ist damit spritziger und tourenorientierter als viele „Enduro-lastige“ Trailbikes, bleibt aber dank steifem Carbonrahmen, moderner Geometrie und griffigen Reifen auch in technisch fordernden Passagen stabil. Ideal ist es für Alpentouren, Marathon-Trails und anspruchsvolle Singletrails ohne Bikepark-Fokus.

2) Was bringen Toolshed und Pivot-Dock-Tool-System im Alltag wirklich – ersetzt das den Rucksack?

Toolshed (Stauraum im Unterrohr) und Pivot-Dock-Tool-System (Montagepunkte am Rahmen) sind vor allem dann wertvoll, wenn du auf kurzen bis mittleren Runden schnell und „clean“ unterwegs sein willst. Multitool, CO₂, Schlauch, Plug-Kit oder Minipumpe lassen sich direkt am Bike unterbringen – zentral, klapperarm und schnell erreichbar. Dadurch kann ein Rucksack oft entfallen oder zumindest kleiner ausfallen, was Komfort und Bewegungsfreiheit erhöht. Für sehr lange Touren ersetzt das System den Rucksack nicht komplett (Wasser, Jacke, Essen), aber es reduziert Gewicht und Chaos am Körper deutlich.

3) Wie sinnvoll sind Flip Chip und MX-Option, und wann sollte man sie nutzen?

Der Flip Chip ist praktisch, wenn du das Bike an Strecke und Fahrstil anpassen willst, ohne Komponenten zu tauschen: Eine flachere, laufruhigere Einstellung passt besser zu schnellen, steilen Abfahrten und ruppigen Trails; eine steilere, kletterfreudigere Geometrie unterstützt lange Anstiege und enge Kehren. Die MX-Option (großes Vorderrad, kleineres Hinterrad) richtet sich an alle, die ein verspielteres Handling und mehr Bewegungsfreiheit über dem Hinterrad wollen, ohne auf die Stabilität und das Überrollverhalten des 29-Zoll-Vorderrads zu verzichten. Wer maximalen Vortrieb sucht, bleibt meist bei 29/29.

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