Das Camino RS Pro Di2 ist ein Gravel-Racebike für alle, die auf losem Untergrund nicht nur sicher, sondern vor allem schnell unterwegs sein wollen. Schon die nackten Daten zeigen, wohin die Reise geht: 8,2 Kilogramm Gewicht, ein neu entwickelter Carbon-SL-Rahmen, Di2-Funkschaltung und ein klar auf Aerodynamik ausgelegtes Konzept. Damit positioniert sich das Rad deutlich auf der sportlichen Seite des Gravel-Segments. Das ist kein Alltags- oder Abenteuerbike mit maximaler Anbauvielfalt, sondern ein präzise zugeschnittenes Sportgerät für hohes Tempo, direkte Rückmeldung und effizienten Vortrieb.

Gerade in der Gravel-Kategorie ist diese Ausrichtung spannend. Viele Modelle versuchen, möglichst viele Einsatzbereiche abzudecken. Das Camino RS Pro Di2 geht einen anderen Weg und setzt den Schwerpunkt auf Renncharakter. Der steifigkeitsoptimierte Hightech-Carbonrahmen soll Kraftverluste minimieren, während die ausgeprägten Aero-Eigenschaften helfen, Geschwindigkeit besser zu konservieren. Im Ergebnis steht ein Rad, das dort überzeugt, wo das Tempo hoch bleibt und jede saubere Linie zählt.
Carbonrahmen mit klarer Rennsport-DNA

Der Rahmen aus Carbon SL Fiber ist das Herzstück dieses Modells. Seine Rohrformen sind gezielt auf eine günstige Luftströmung ausgelegt, dazu kommen scharf ausgeführte Abrisskanten an den Profilen. Im Gravel-Bereich ist Aerodynamik längst mehr als nur ein Nebenthema, gerade bei schnellen Rennen, langen Schotterpassagen und offenen Feldwegen. Wer über längere Zeit mit Druck auf dem Pedal fährt, profitiert von jeder konstruktiven Maßnahme, die Effizienz bringt.
Hinzu kommt die konsequent integrierte Zugführung durch Rahmen, Gabel und Steuersatz. Das sorgt nicht nur für eine sehr cleane Optik, sondern reduziert auch die Anfälligkeit der Leitungen im rauen Einsatz. Zusammen mit dem Deda-RS-Superbox-V2-Taper-Steuersatz und dem Deda-Superbox-V2-Vorbau ergibt sich ein aufgeräumtes Frontend, das technisch wie optisch zu einem modernen Race-Gravelbike passt. Die Vollcarbongabel mit konischem Gabelschaft unterstreicht den hochwertigen Ansatz zusätzlich.
Die Aerodynamik als spannendstes Detail

Die faszinierendste Eigenschaft des Camino RS Pro Di2 ist seine konsequente Aerodynamik. Im Rennradbereich ist dieses Thema selbstverständlich, im Gravel-Sektor wird es dagegen oft nur am Rand behandelt. Hier ist es ein zentrales Entwicklungsziel. Speziell geformte Rohrprofile und scharfe Hinterkanten sollen den Luftwiderstand senken und die Effizienz erhöhen. Das hat im Fahralltag eine klare Bedeutung: Wer auf schnellen Schotterstraßen, festen Waldwegen oder in offenen Abschnitten lange im Wind steht, spart mit einem solchen Konzept Energie.
Gerade bei Gravel-Rennen oder ambitionierten Trainingsrunden ist das entscheidend. Denn auf kompaktem Untergrund werden heute Geschwindigkeiten erreicht, bei denen Luftwiderstand spürbar ins Gewicht fällt. Das Camino RS Pro Di2 trägt diesem Umstand Rechnung, ohne seine Gravel-Tauglichkeit zu verlieren. Es verbindet den freien, robusten Charakter dieser Radgattung mit einer Formensprache, die ganz klar aus dem Rennsport stammt.
Di2-Antrieb für präzisen Vortrieb

Passend zum sportlichen Anspruch verbaut Stevens eine Shimano GRX 825 Di2 mit 2×12 Gängen. Vorn arbeitet eine 48-31-Zähne-Kurbel, hinten eine 11-36-Kassette. Diese Kombination deckt einen breiten Bereich ab: hohe Endgeschwindigkeit auf schnellen Passagen ebenso wie genügend Reserven für anspruchsvolle Anstiege. Für ein Gravel-Racebike ist das eine sehr stimmige Übersetzung, weil sie Tempo und Kletterfähigkeit sinnvoll zusammenführt.
Die Funk-Schaltlogik des Systems passt hervorragend zum sauberen Gesamtkonzept. Laut Ausstattung ist das Rad mit Funkschaltungen von Shimano und SRAM kompatibel, sodass die aufgeräumte Optik zusätzlich unterstrichen wird. Das Schaltwerk mit Shadow+-Technologie bringt zudem Kettenstabilität ins Gelände. Ergänzt wird das Ganze durch den Universal Derailleur Hanger, kurz UDH. Er definiert die Position des Schaltwerks sauber, unterstützt präzise Schaltvorgänge und schützt das Ausfallende des Rahmens bei Schlägen oder Stürzen.
Laufräder, Reifen und Kontrolle im Gelände

Zum sportlichen Gesamtbild passt der hochwertige Fulcrum-Soniq-Carbon-Laufradsatz. Carbonlaufräder bringen in dieser Klasse nicht nur ein attraktives Gewicht mit, sondern unterstützen auch ein direktes, lebendiges Fahrverhalten. In Kombination mit den 40 Millimeter breiten Schwalbe G-One R Pro Evolution entsteht ein Setup, das klar auf Speed ausgelegt ist. Die Reifenbreite bietet genug Volumen für Traktion und Kontrolle auf Schotter, bleibt aber schmal genug, um das agile Fahrgefühl eines Racebikes zu erhalten.
Interessant ist, dass der Rahmen sogar Reifenbreiten bis 45 Millimeter problemlos aufnimmt. Das erweitert den Einsatzbereich deutlich. Wer mehr Komfort, mehr Dämpfung oder zusätzliche Reserven auf grobem Untergrund wünscht, hat also Luft nach oben. Serienmäßig zeigt das Rad jedoch klar, was seine bevorzugte Umgebung ist: schnelle Strecken, wechselnder Untergrund und Fahrerinnen und Fahrer, die ein direktes Handling schätzen. Dazu passt auch das gravel-spezifische Cockpit mit dem Deda Superzero Gravel Alu Lenker. Mit 16 Grad Flare unterstützt er Kontrolle in den Drops und vermittelt gerade auf ruppigem Untergrund mehr Sicherheit.
Sportliches Gravelbike mit klarer Haltung

Auch die übrige Ausstattung bleibt der Linie treu. Die hydraulischen Shimano-GRX-820-Scheibenbremsen mit 160-Millimeter-RT-CL800-Bremsscheiben liefern die Bremskontrolle, die ein schnelles Gravelbike braucht. Der Fizik Vento Argo X5 Sattel, die Scorpo-Carbon-Sattelstütze mit 27,2 Millimeter Durchmesser und die sorgfältig abgestimmten Komponenten ergeben ein Gesamtpaket, das auf sportliche Effizienz und sauberes Handling zielt. Mit Größen von 48 bis 61 Zentimetern ist das Modell zudem breit aufgestellt.

Das Camino RS Pro Di2 ist damit ein modernes Highend-Gravelbike für Fahrerinnen und Fahrer, die im Gelände kein träges Komfortgerät suchen, sondern ein schnelles, technisch konsequentes Rad. Sein Charakter wird von niedrigem Gewicht, aerodynamischem Rahmen, elektronischer 2×12-Schaltung und hochwertigem Carbon-Laufradsatz geprägt. Gerade diese klare Fokussierung macht das Modell überzeugend: Das Rad weiß genau, was es sein will. Das Camino RS Pro Di2 kostet 4.799,00 Euro.
Bilder: Hersteller
FAQ
Für wen eignet sich das Stevens Camino RS Pro Di2 besonders?
Das Stevens Camino RS Pro Di2 eignet sich vor allem für sportlich orientierte Fahrerinnen und Fahrer, die auf Gravel-Strecken ein hohes Tempo fahren möchten. Wer ein Rad für Rennen, schnelle Trainingsrunden und lange, druckvolle Etappen auf Schotter sucht, findet hier ein sehr passendes Modell. Weniger geeignet ist es für Menschen, die viele Taschen montieren, besonders komfortabel reisen oder ein universelles Bikepacking-Rad suchen. Das Rad ist klar auf Effizienz, direkte Kraftübertragung und präzises Handling ausgelegt. Genau deshalb spricht es vor allem ambitionierte Fahrer an, die Rennrad-Gefühl mit Gravel-Tauglichkeit verbinden wollen.
Welche Vorteile bringt die Aerodynamik bei einem Gravelbike wirklich?
Die Aerodynamik bringt bei einem Gravelbike besonders dann Vorteile, wenn auf festen Schotterwegen, offenen Passagen oder schnellen Verbindungsstücken dauerhaft zügig gefahren wird. In solchen Situationen steigt der Einfluss des Luftwiderstands deutlich. Ein aerodynamisch optimierter Rahmen kann dann helfen, Energie zu sparen und das Tempo effizienter zu halten. Beim Stevens Camino RS Pro Di2 ist genau das ein zentrales Merkmal. Das Rad setzt nicht nur auf geringes Gewicht, sondern auch auf strömungsgünstige Rohrformen. Für Fahrerinnen und Fahrer mit sportlichem Anspruch ist das kein Marketingdetail, sondern ein echter Vorteil im praktischen Einsatz.
Wie ausgewogen ist die Ausstattung des Camino RS Pro Di2 im Alltag und im Renneinsatz?
Die Ausstattung des Camino RS Pro Di2 ist klar auf den sportlichen Einsatz abgestimmt, wirkt dabei aber sinnvoll ausgewogen. Die Shimano GRX Di2 2×12 bietet sowohl schnelle Gänge für hohes Tempo als auch leichte Übersetzungen für Anstiege. Die Carbonlaufräder und 40-Millimeter-Reifen unterstützen den Race-Charakter, ohne die Kontrolle auf losem Untergrund zu vernachlässigen. Gleichzeitig erlaubt die Reifenfreiheit bis 45 Millimeter etwas Anpassung an anspruchsvollere Strecken. Im Alltag ist das Rad eher ein Spezialist als ein Allrounder, doch für ambitionierte Trainingsfahrten, schnelle Touren und Gravel-Rennen ist die Ausstattung sehr stimmig und überzeugend gewählt.




