Morgens zur Arbeit, nachmittags noch schnell was erledigen, am Wochenende raus ins Grüne. Genau in diesem Alltag – der selten nur in eine Richtung läuft – sitzt das Haoqi Squirrel. Faltbarkeit, Fat-Reifen, alltagstaugliche Ausstattung: das Konzept hängt nicht an der elektrischen Unterstützung allein. Pragmatisch auf den ersten Blick. Trotzdem ein eigener Reiz. Das Squirrel will keine Rekorde aufstellen. Es will Mobilität einfacher machen.
Die Grundidee ist klar formuliert. Faltbarer Rahmen aus 6061 Aluminium, dazu klappbare Elemente und ein Format, das ausdrücklich auf einfachen Transport ausgelegt ist. Auf der Produktseite heißt es, das Rad soll leicht in einen Kofferraum passen. Genau das macht das Modell für Pendler, Camper, Studierende oder Menschen mit wenig Stauraum interessant. Kein klassisches Citybike und auch kein reines Spaßgerät für die Freizeit – ein Faltrad mit deutlicher Alltagsabsicht.
Ein Faltrad, das mehr will als nur praktisch sein

Spannend wird das Konzept dort, wo das Squirrel seine Gattung erweitert. Viele Klappräder leben von Kompaktheit, verlangen dafür aber Kompromisse beim Fahrgefühl. Das Haoqi Squirrel setzt dem breite 20 x 4,0 Zoll große Fat-Reifen entgegen. Sie sollen laut Produktbeschreibung Grip, Stabilität und ein geschmeidiges Fahrgefühl liefern. Gerade in der Stadt mit Bordsteinkanten, Flickstellen und wechselnden Untergründen ist das mehr als eine optische Besonderheit. Solche Reifen verändern den Charakter des Rads spürbar: Das Fahrbild wird satter, das Auftreten selbstbewusster, der Einsatzbereich weiter.
Die Faszination der Fat-Reifen

Genau hier liegt die stärkste Eigenschaft dieses Modells. Das Squirrel verbindet das eher urbane, platzsparende Prinzip eines Faltrads mit dem robusten Auftritt eines Fat-Tire-E-Bikes. Ungewöhnlich, aber folgerichtig. Wer ein Rad regelmäßig im Auto mitnimmt oder platzsparend abstellt, will nicht automatisch auf Reserven bei Komfort und Traktion verzichten. Die breiten Reifen schaffen mehr Ruhe auf unebenen Wegen und geben dem kompakten Rad ein Maß an Souveränität, das man in dieser Kategorie nicht immer erwarten würde.
Antrieb zwischen Stadt, Ausflug und flexiblem Alltag

Beim Motor nennt die Produktseite unterschiedliche Werte. An mehreren Stellen ist von einem 500-Watt-Motor die Rede, im Ausstattungsbereich wird außerdem eine Nennleistung von 250 Watt und eine Spitzenleistung von 500 Watt genannt. Klar ist damit vor allem: Das Squirrel versteht sich als kräftig unterstütztes Kompakt-E-Bike. Angegeben sind 25 km/h, also der typische Rahmen eines E-Bikes mit Pedalunterstützung.
Hinzu kommt eine 5-stufige Pedalunterstützung, die den Einsatzbereich breit auffächert. Auf kurzen Stadtwegen eine entspannte Hilfe, auf längeren Strecken oder bei Gegenwind echter Komfortgewinn. Ergänzt wird das System durch einen Halb-Drehgasgriff. Im Alltag heißt das: unkomplizierte Fortbewegung, keine sportliche Zuspitzung. Wege leichter machen, nicht dramatisieren.
Akku und Reichweite

Der Akku wird als Lithium-Akku mit 48 Volt und 10,4 Amperestunden beschrieben, die Akkukapazität mit 500 Wattstunden. Die Ladezeit liegt bei 5 bis 8 Stunden. Bei der Reichweite zeigt die Produktseite allerdings zwei Angaben: einmal 100 Kilometer, an anderer Stelle 60 bis 80 Kilometer pro Ladung. Diese Spanne zeigt vor allem, dass das Squirrel eher als flexibler Begleiter für Alltag und Ausflug gedacht ist als als Maschine für Reichweitenrekorde. Für die Zielgruppe eines faltbaren E-Bikes ist genau das die Messlatte.
Bedienung und Ergonomie im Alltag
Zur Ausstattung gehört ein YL-61F LCD-Multifunktionsdisplay, das Echtzeitdaten und den Akkustand in brillanten Farben anzeigen soll. Solche Anzeigen sind längst Standard. Bei einem Rad, das unterschiedliche Rollen erfüllt, sind sie trotzdem sinnvoll: Wer zwischen Stadtverkehr, Besorgungen und Wochenendtour wechselt, will die Infos schnell erfassen. Das Squirrel setzt hier auf Übersicht statt Spielerei.
Bei der Schaltung arbeitet das Rad mit einer Shimano-7-Gang samt Daumenschalter und einer SHIMANO-7-Gang-Kassette mit 14–28T. Passt zum Charakter. Sieben Gänge reichen in dieser Klasse völlig aus, um Stadtverkehr, moderate Steigungen und entspanntes Tourentempo sauber abzudecken. Dazu kommen mechanische Scheibenbremsen, ein 48-Volt-Hochleistungs-LED-Scheinwerfer und Pedale mit Reflektoren. Die verstellbare Sattelstütze beziehungsweise die angegebene Sattelhöhe von 68 bis 100 Zentimetern macht den Anspruch klar, das Rad an unterschiedliche Fahrer und Einsätze anzupassen.
Komfort auf engem Raum
Die Produktbeschreibung legt stark auf Komfort. Genannt werden ein verbesserter Soft-Sattel mit erweiterter ergonomischer Struktur, ein besonders weiches Sitzgefühl und eine wasserdichte Ausführung. Auf dem Papier wirkt das nebensächlich. Bei einem kompakten E-Bike ist es plausibel. Gerade kleinere Laufräder profitieren davon, wenn Kontaktpunkte wie Sattel und Sitzposition stimmen. Zusammen mit den breiten Reifen entsteht so ein Rad, das seine kompakte Form nicht als Härtefall versteht.
Das Haoqi Squirrel als mobiles Alltagswerkzeug
Mit einer Gesamtlänge von 165 Zentimetern, einem Radstand von 107 Zentimetern und dem klaren Fokus auf Faltbarkeit folgt das Squirrel keinem puristischen Faltrad-Ideal, sondern einem alltagsnahen Ansatz. Das zeigt sich auch bei der Zuladung: Einmal wird ein maximales Gesamtgewicht von 180 Kilogramm genannt, in den technischen Daten steht eine maximale Zuladung von etwa 159 Kilogramm. Unabhängig von dieser abweichenden Angabe signalisiert das Rad solide Reserven für Fahrer, Gepäck und tägliche Nutzung.
Am Ende zählt die Rolle. Das Haoqi Squirrel ist kein Rad für ideologische Debatten über die reine Lehre des Faltrads. Darin liegt der Reiz. Es interpretiert die Gattung großzügig, verbindet kompakte Maße mit kräftigem Auftritt und richtet sich an Menschen, die ihr E-Bike fahren und in den Alltag integrieren wollen. Bodenständig, manchmal fast unspektakulär – und gerade deshalb interessant. Der aktuelle Preis beträgt 999,00 Euro.
FAQ
Für wen eignet sich das Haoqi Squirrel im Alltag besonders?
Vor allem für Menschen, die im Alltag flexibel bleiben wollen und dafür ein kompaktes, vielseitiges E-Bike suchen. Besonders interessant für Pendler, Studierende, Camper oder Bewohner kleiner Wohnungen, weil sich das Rad einfacher verstauen und transportieren lässt als ein klassisches E-Bike. Durch die breiten Fat-Reifen wirkt es nicht wie ein reines Kompromissprodukt, sondern wie ein ernstzunehmender Begleiter für Stadt, Freizeit und kurze Ausflüge. Wer ein E-Bike sucht, das wenig Platz braucht und trotzdem Komfort, Stabilität und elektrische Unterstützung bietet, findet hier ein stimmiges Gesamtpaket.
Wie alltagstauglich sind Reichweite, Motor und Ausstattung des Haoqi Squirrel?
Die Alltagstauglichkeit ergibt sich aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Der Motor bietet genug Unterstützung für typische Wege in der Stadt, kleinere Steigungen und entspannte Touren, ohne dass das Rad übertrieben sportlich wirkt. Die 5-stufige Pedalunterstützung hilft, die Leistung an unterschiedliche Situationen anzupassen. Bei der Reichweite gehen die Angaben auseinander – bei E-Bikes normal, weil Fahrstil, Gewicht, Strecke und Wetter stark mitspielen. Shimano-7-Gang, Scheibenbremsen, Display und Beleuchtung: ein E-Bike, klar auf praktischen Nutzen ausgelegt.
Was macht das Haoqi Squirrel gegenüber anderen Falträdern besonders?
Die Verbindung aus Faltmechanismus und dem selbstbewussten Charakter eines Fat-Tire-E-Bikes. Viele Falträder konzentrieren sich fast ausschließlich auf Kompaktheit und nehmen dafür ein eher nervöses oder reduziertes Fahrgefühl in Kauf. Dieses Modell geht einen anderen Weg: platzsparend, aber mit Komfort, Traktion und Stabilität. Die breiten 20-Zoll-Reifen prägen diesen Eindruck. Dadurch wirkt das Rad robuster und souveräner als viele klassische Klappräder. Wer ein faltbares E-Bike sucht, das praktisch ist und im Fahrgefühl angenehm und sicher rüberkommt, findet im Squirrel eine ungewöhnlich attraktive Lösung.
Bilder: Hersteller




