Das Lemmo One Collab. Ride kommt mit einer klaren Ansage daher. Es will nicht einfach nur assistieren – es will das Zusammenspiel zwischen Fahrer und Rad komplett umkrempeln. Collab. Ride heißt konkret: das Rad denkt mit, passt sich an und schiebt genau dann, wenn es passt. Auf dem Papier klingt das erstmal nach großer Geste. Im echten Leben entscheidet sich alles auf dem Weg zur Arbeit, beim Hochfahren auf die Brücke oder im ständigen Wechsel zwischen flacher Passage und kurzer Rampe.

Die E+Bike-Idee ist der eigentliche Kniff. 15 Kilo Rad plus 3 Kilo Akku, bis zu 100 Kilometer mit 530 Wh. Damit sitzt es genau in der urbanen, aber vielseitigen Schublade – leicht genug, um sich nicht wie ein träges System anzufühlen, und gleichzeitig mit voller elektrischer Unterstützung plus smarter Vernetzung auf aktuellem Niveau.
Ein E+Bike, das den Alltag neu sortieren will

Im Kern steckt der Dual Mode Hub. Im E-Mode arbeitet ein leiser 250-Watt-Motor mit Drehmomentsensor und 52 Nm Spitze. Im M-Mode schaltest du per Knopf um und trittst ohne jeden Widerstand. Genau das ist der Punkt. Die meisten E-Bikes nerven ohne Support, weil sie sich dann schwer und tot anfühlen. Das Lemmo glättet diesen Bruch und kommt einem klassischen Radgefühl deutlich näher.

Im Alltag reichen 52 Nm vollkommen. Anstiege, Ampelstarts, voll beladen – alles souverän. Die patentierte Doppelkupplungsstruktur und der komplett entkoppelbare Motorkern sorgen dafür, dass das Systemgewicht das Fahrgefühl nicht killt. Pendeln, spontane Besorgungen, längere Strecken – für das Lemmo ist das ein und derselbe Rhythmus.
Leicht, vernetzt, modular gedacht
Der Smartpac liefert nicht nur Saft. 540 Wh, 65 Watt USB-A und USB-C raus, in 3,5 Stunden vollgeladen. Das Rad versteht sich als mobiles Gerät. Dazu kommen einfache Wartungswege, konsolidierte E-Teile und hochwertige Standard-Komponenten. Lemmo verwechselt digitale Technik nicht mit Werkstatt-Albtraum. Gefällt mir.

Die spannendste Idee heißt Collab. Ride

Das echte Highlight ist die FEAVA-Architektur. Dahinter steckt das digitale Rückgrat: Verriegelung, Licht, GPS mit Apple Find My, Batteriemanagement, Motorsteuerung und alle Sensoren laufen zentral zusammen. Ein Rechner im Display hält die Fäden in der Hand. Neuer, stärkerer Dual Mode Hub, integrierter Leistungsmesser und elektronische Schaltung erweitern das System. Entscheidend ist aber nicht die pure Menge an Technik, sondern wie sie zusammenspielt.

Genau daraus entsteht das kooperative Fahren. Das System liest Drehmoment, Kadenz, Tempo, Steigung und deine Gewohnheiten aus. Ein adaptives KI-Modell berechnet daraus in Echtzeit den optimalen Gang. Das automatische Schalten basiert auf dem WHEELTOP-EDS. Für dich bedeutet das vor allem eines: weniger mechanische Unterbrechungen, mehr durchgehender Flow. Das Rad sucht sich den richtigen Moment selbst.
Warum Auto-Shifting hier mehr ist als Komfort
Automatisches Schalten ist kein Selbstzweck. Es muss das Fahren natürlicher machen. Genau dort setzt das Lemmo an. Das Ergebnis sind sanfte, präzise Gangwechsel – im E- wie im M-Modus. Gerade im Stadtverkehr mit ständig wechselndem Tempo und kurzen Lastspitzen entlastet das den Kopf massiv. Trittfrequenz bleibt stabil, Energie wird sauberer eingeteilt.
Hinzu kommt der integrierte Power Meter, der bei beiden Antriebsvarianten dabei ist. Was sonst nur teuren Sporträdern vorbehalten ist, gehört hier zum Konzept. Er misst deine Leistung in Echtzeit und liefert über die App echte Einblicke. Im Fitness Mode passt das Rad Leistung und Schaltpunkte automatisch so an, dass du deine Kalorienziele möglichst genau erreichst. Trainingspartner inklusive.
Sicherheit, Varianten und ein klarer Einsatzbereich
Auch beim Thema Sicherheit geht Lemmo konsequent vor. Physisch gibt es doppelte Verriegelung mit Nabenschloss und gesichertem Akku. Digital kommen GPS-Tracking im Smartpac und Apple Find My im Rahmen dazu. Zusammen ergibt das ein siebenstufiges Sicherheitssystem – genau richtig für ein vernetztes Urban-Bike, bei dem der Wert nicht nur im Material, sondern vor allem in der Technik steckt.
Es gibt vier Ausführungen: Core Edition, Urban Edition, Dynamic Edition und Limited Edition. Bei den Rahmen reicht es von ST mit 27,5-Zoll-Laufrädern für 160–180 cm über L mit 27,5 Zoll für 170–190 cm bis XL mit 29 Zoll für 185–205 cm. Kette oder Riemen, E+Bike oder Bike – alles konfigurierbar. Optional gibt es eine Anhängerkupplung für Lasten- oder Familienanhänger.
Am Ende steht ein ungewöhnlich breit gedachtes Rad: urban, technisch stark und trotzdem auf echten Einsatz ausgelegt. Das Lemmo One Collab. Ride ist kein Technik-Schaufenster. Es ist ein ernsthafter Versuch, das E-Bike wieder näher ans direkte Radgefühl zu bringen. Genau das macht seinen Reiz aus. Los geht’s ab 2.590 Euro.
Bilder: Hersteller
FAQ
1. Für wen eignet sich das Lemmo One Collab. Ride im Alltag besonders?
Für alle, die flexibel bleiben wollen und keine Lust haben, sich ständig zwischen normalem Rad und E-Bike zu entscheiden. Pendler, Stadtfahrer und Leute, die ihr Rad für kurze Wege genauso wie für längere Touren, Einkäufe oder gemischte Profile nutzen. Der einfache Wechsel zwischen E- und M-Mode spricht genau die an, die mal richtig reintreten, mal entspannt gleiten wollen. In der Stadt entsteht daraus ein echter Vorteil – das Rad passt sich der Situation an, statt umgekehrt.
2. Was macht die Collab.-Ride-Technologie mehr als nur zu einem technischen Extra?
Sie greift direkt ins Fahrgefühl ein und verändert den Charakter des Rads. Motor, Sensoren, Schaltung und Software arbeiten nicht nebeneinander, sondern als ein System. Es liest Kadenz, Leistung, Tempo und Streckenprofil aus und reagiert in Echtzeit. Das Auto-Shifting sucht den perfekten Moment, damit der Flow nie abreißt. Weniger Denken, weniger Ruckeln, einfach ruhiger und natürlicher unterwegs. Das ist der eigentliche Mehrwert.
3. Ist das Lemmo One Collab. Ride eher Technikspielerei oder ein sinnvoller Fortschritt?
Es ist ein klarer Schritt nach vorn, weil die Technik einen echten Nutzen hat statt nur zu beeindrucken. Viele smarte Konzepte werden im Alltag zu schwer, zu kompliziert oder zu wartungsintensiv. Lemmo versucht genau das zu vermeiden und verbindet Komfort, Sicherheit, Konnektivität und natürliches Fahrgefühl. Auto-Shifting, GPS, Power Meter und der modulare Smartpac sind keine Spielereien, sondern Bausteine eines stimmigen Pakets. Ob es im harten Alltag wirklich hält, zeigt sich erst auf der Straße. Die Richtung gefällt mir aber deutlich besser als die meisten anderen Ansätze.




