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(Foto: mikamaro.com)

mikamaro ocean blue Gravel Bike: leiser Speed abseits des Asphalts

Gravelbike mit Riemenantrieb: was das ocean blue besonders macht

Gravelbikes gelten inzwischen als die Schweizer Taschenmesser unter den Rädern – doch das mikamaro ocean blue Gravel Bike sticht aus dieser Kategorie heraus. Statt klassischer Kettenschaltung setzt es auf einen wartungsfreien Gates Carbon Drive Riemenantrieb in Kombination mit einer Shimano Alfine 11-Gang-Nabenschaltung. Diese Kombination ist im Gravel-Segment noch immer eine Seltenheit und prägt den Charakter des Bikes: leise, sauber und unaufgeregt, selbst abseits befestigter Wege.

Das Rad ist in drei Rahmengrößen von 46 bis 55 Zentimetern erhältlich und deckt Fahrergrößen von etwa 1,60 bis über 1,85 Meter ab. Die Geometrie mit 71 Grad Steuerrohr- und 74 Grad Sitzrohrwinkel ist auf effizientes Vorankommen ausgelegt, ohne in eine gestreckte Rennradposition abzurutschen. Oberrohrlängen zwischen 575 und 625 Millimetern in Kombination mit einem 90-Millimeter-Vorbau zielen auf sportliche, aber langstreckentaugliche Sitzpositionen. ([mikamaro.com](https://mikamaro.com/shop/ocean-blue-gravel-bike/))

Stahlrahmen mit Columbus Life und Carbon-Gabel

Herzstück des ocean blue Gravel Bike ist ein leichter, handgeschweißter Stahlrahmen aus Columbus Life Rohren mit Omnicrom-Legierung. Dieser CrMo-Stahl ist triple-butted, was Gewicht spart, ohne Stabilität zu verlieren. Ergänzt wird der Rahmen durch eine Columbus Futura Carbon-Gabel.

Für den Gravel-Einsatz bedeutet das: Dämpfung von Vibrationen, ruhiger Geradeauslauf und Präzision im Lenkverhalten auf losem Untergrund. Der Steuersatz nutzt wartungsfreie Industriekugellager, und Züge sowie Leitungen sind im Rahmeninneren verlegt. Die saubere Optik passt zum minimalistischen Design und reduziert Angriffspunkte für Schmutz.

Der Riemenantrieb als heimlicher Star

Das auffälligste Merkmal des ocean blue Gravel Bike ist der Antrieb: Ein Gates Carbon Drive CDX mit 46-Zähne-Riemenblatt und 24-Zähne-Ritzel macht Kettenöl überflüssig. Gepaart mit einer Shimano Alfine 11-Gang-Nabenschaltung.

Auf langen Schottertouren zeigt sich der Nutzen: Der Riemen läuft nahezu lautlos, Schmutz beeinträchtigt ihn weniger als eine Kette. Wartungsarbeiten wie Reinigen oder Schmieren fallen größtenteils weg. Die Nabenschaltung ist gekapselt, zuverlässig bei wechselhaftem Wetter und erlaubt Gangwechsel im Stand. Für Pendler und solche, die mehr Zeit im Sattel als in der Werkstatt verbringen wollen, ist das ein Plus.

Mit rund 9,8 Kilogramm (tubeless, ohne Pedale, abhängig von der Rahmengröße) positioniert sich das Bike trotz Nabenschaltung und Riemen im Leichtbau-Segment. Das geringe Gewicht erleichtert Anstiege und macht es als Alltagsbike interessant.

Komponentenmix: von Magura bis Brooks Cambium

Bei den Komponenten setzt das ocean blue Gravel Bike auf funktionale, hochwertige Teile für Gravel-Einsatz. Gebremst wird mit Magura Flat Mount Scheibenbremsen vom Typ MT4 und 160-Millimeter-Scheiben, bekannt für kontrollierbare Dosierung und solide Leistung auf wechselndem Untergrund.

Cockpit-Teile wie Vorbau und Lenker stammen aus eigener Gravel-Serie, aus 6061-T6-Aluminium und auf Geländekontrolle ausgelegt. Der 720-Millimeter-Flatbar-Lenker bringt Stabilität auf Trails, ohne im Urbanen unhandlich zu sein.

Am Kontaktpunkt zum Fahrer kommt ein Brooks Cambium C13 Sattel mit Carbonschale zum Einsatz, kombiniert mit Brooks Cambium Griffen. Diese Wahl zielt auf Komfort und Langlebigkeit, wobei die flexible Oberfläche feine Schläge filtert – spürbar auf rauen Wegen.

Carbon-Laufräder und Continental-Bereifung

Ein Schwerpunkt sind die hauseigenen Aero Gravel Carbonfelgen mit 40 Millimetern Höhe und 25 Millimetern Innenmaulweite, optimiert für breite Reifen und tubeless Betrieb. Die Laufräder haben 32 Speichen mit Sapim D-Light und Aluminium-Nippeln. Vorn eine mikamaro-Nabe mit 12×100-Millimeter-Steckachse, hinten die Shimano Alfine 11-Gang-Nabe.

Bereift ist das Bike mit Continental Terra Trail vorn und Terra Speed hinten, jeweils 40 Millimeter breit und tubeless ready. Das nutzt Grip an der Front und schnelles Rollen hinten für gemischtes Terrain von Schotter bis Asphalt.

Limitierte Serie und Zielgruppe

Das ocean blue Gravel Bike ist auf 111 Exemplare pro Modell und Größe limitiert, jedes nummeriert und in Deutschland montiert.

Es richtet sich an Fahrer, die ein hochwertiges Gravelbike wollen, das sich von Ketten-Schaltwerken abhebt. Wer viel im Alltag unterwegs ist, Touren plant und reduzierten, durchdachten Lösungen den Vorzug gibt, passt dazu. Die Kombination aus Stahlrahmen, Carbon-Gabel, Riemenantrieb, Nabenschaltung und Carbon-Laufrädern zielt auf Robustheit, Wartungsarmut und Fahrfreude bei geringem Gewicht.

Abgerundet wird das durch die Farbgebung und klare Linienführung, die dem Rad einen eigenständigen Auftritt verleihen.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt der Preis bei 3.999 Euro.

Bilder: Hersteller

FAQ

1) Für wen lohnt sich ein Gravelbike mit Riemenantrieb und Nabenschaltung – und für wen eher nicht?

Das ocean blue richtet sich an Menschen, die viel und regelmäßig fahren: Pendler, Tourenfahrer und Gravel-Fans, die ein leises, sauberes Bike mit wenig Wartungsaufwand wollen. Der Gates-Riemen kommt ohne Kettenöl aus, und die gekapselte Alfine-Nabe ist unempfindlicher gegenüber Schmutz und Wetter – das spart Zeit in der Werkstatt. Weniger passend ist das Konzept für alle, die maximale sportliche Variabilität suchen (z. B. sehr große Übersetzungsbandbreite, extrem leichtes Hinterrad oder schnelle Übersetzungswechsel unter hoher Last). Auch wer gern „schraubt“ und häufig Komponenten wechselt, ist mit Kettenschaltungen oft flexibler.

2) Wie fühlt sich der Stahlrahmen mit Carbon-Gabel im Gravel-Alltag an – eher komfortabel oder eher sportlich?

Die Kombination aus Columbus-Life-Stahlrahmen und Columbus-Futura-Carbon-Gabel zielt auf einen Spagat: sportliche Effizienz, aber mit spürbar mehr Langstreckenkomfort als bei vielen harten Alu-Setups. Stahl kann feine Vibrationen gut dämpfen, was auf Schotter und rauem Asphalt weniger Ermüdung bedeutet, während die Carbon-Gabel Lenkpräzision und Gewichtsvorteile beisteuert. Durch die eher auf Vortrieb ausgelegte Geometrie (u. a. die Winkel und die sportliche Cockpit-Länge) bleibt das Bike dennoch „wach“ und schnell. Unterm Strich: nicht weichgespült, aber tourentauglich – besonders, wenn man lange Strecken abseits glatter Straßen fährt.

3) Worauf sollte ich bei Größe, Setup und Einsatz achten, damit das ocean blue wirklich zu meinem Alltag passt?

Wichtig ist zuerst die passende Rahmengröße, weil die Geometrie klar sportlich ausgelegt ist: Wer zwischen zwei Größen liegt, sollte überlegen, ob eher Agilität (kleiner) oder mehr Laufruhe und Raum (größer) gewünscht ist. Für den Alltagsnutzen spielen außerdem Reifenwahl und Luftdruck eine große Rolle: Die 40-mm-tubeless-ready-Bereifung kann – richtig abgestimmt – Komfort und Grip deutlich erhöhen, ohne das Rad träge zu machen. Plane den Einsatz ehrlich: Viel Matsch, Winterbetrieb und Pendeln sprechen besonders für Riemen und Nabenschaltung; wer hingegen vor allem schnelle Gruppenfahrten fährt oder häufig extreme Steigungen im Gelände hat, sollte die Übersetzungsabstufung und den eigenen Fahrstil vorab prüfen.

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