Das Storck Grix.3 richtet sich an Fahrer, die mit einem Rad nicht nur eine Sache abdecken wollen. Sportliche Feierabendrunde, mehrtägiges Bikepacking oder der tägliche Weg ins Büro. Genau in dieser Breite liegt der Reiz. Storck setzt auf einen Carbonrahmen in CFR-/Unidirectional-Bauweise, sportlich ausgelegt, aber mit praktischen Details, die auf losem Untergrund ebenso funktionieren wie bei flotten Allroad-Runden.

In der gezeigten Konfiguration kommt es als 30th-Variante mit Shimano GRX 820 2×12, DT Swiss G1800 Spline 25, in Midnight Sky und Größe M. Das liest sich nicht nach exotischem Sonderweg, sondern nach einem bewusst zusammengestellten Paket: robust, vielseitig und nah an dem, was viele in dieser Klasse wirklich fahren.
Ein Gravelbike für viele Rollen

Das Grix.3 balanciert Tempo, Komfort und Alltagstauglichkeit ziemlich konsequent aus. Es soll vom schnellen Allroad bis zum voll beladenen Tourer alles können. Das steckt nicht nur in der Beschreibung. Die Geometrie ist klar definiert, fünf Größen von S bis XXL. In Größe M liegt der Stack bei 546,7 Millimetern, der Reach bei 378 Millimetern. Diese Werte deuten auf eine Sitzposition hin, die Effizienz und Kontrolle verbindet, ohne das Rad in eine extreme Ecke zu drängen.
Geometrie mit klarer Linie
Die Kettenstrebenlänge bleibt über alle Größen bei 425 Millimetern. Im Gravel-Segment ist das ein relevantes Maß. Es beeinflusst Laufruhe, Traktion und Wendigkeit spürbar. Zusammen mit dem GBSU Grix.3 Lenker-Vorbau-System und den größenabhängigen Cockpitmaßen zeigt sich: Das Bike will kein reiner Renner und kein reiner Komfort-Tourer sein. Es soll auf wechselnden Untergründen und bei wechselnden Plänen einfach stimmig funktionieren.
Die neue Gabel

Die größte Veränderung steckt in der überarbeiteten Gabel. Versenkte Schrauben sorgen für eine saubere Optik und erweitern gleichzeitig die Möglichkeiten, Zubehör anzubringen. Bei einem Gravelbike ist das ein echtes Praxisdetail. Das Rad lebt davon, dass du es mal leicht und puristisch für die schnelle Runde aufbaust, mal vollgepackt für lange Tage und kleine Fluchten.
Storck hat Funktion und Optik hier gut zusammengebracht. Das matte Finish der Gabel zum hochglänzenden Rahmen gibt dem Bike eine eigene Präsenz, ohne aufdringlich zu wirken. Entscheidend bleibt aber der Nutzwert. Wer viel auf Schotter unterwegs ist, Gepäck mitnimmt oder das Setup öfter ändert, merkt sofort, wenn die Befestigungspunkte von Anfang an mitgedacht sind.
Kontrolle, wenn der Untergrund schlechter wird
Dazu kommt der Lenker mit Flare. Die nach außen gestellten Enden bringen im Gelände mehr Hebel, bessere Ergonomie und spürbar mehr Stabilität – besonders in Abfahrten oder mit Gepäck. Bei Gravel sind es oft genau diese Kontaktpunkte, die darüber entscheiden, ob du dem Rad nach drei Stunden auf ruppiger Piste noch vertraust oder ob es nur auf dem Papier vielseitig bleibt.
Moderne Technik mit Blick nach vorn

Storck setzt beim Grix.3 erstmals auf UDH, das Universal Derailleur Hanger. Mehr Kompatibilität, besserer Schutz bei Aufprall und einfacherer Austausch. Für ein Bike, das ausdrücklich auch für Reisen und Abenteuer gedacht ist, ist das eine vernünftige Wahl. Kein schickes Detail, aber eines, das unterwegs zwischen Weiterfahren und Werkstattsuche entscheiden kann.
Auch der Rest der Ausstattung bleibt nah am realen Einsatz. Shimano GRX RX820 2×12 mit passendem Umwerfer, Brems-/Schaltgriffen und einer Kurbel mit 48-31 Zähnen. Zusammen mit der Shimano-105-R7100-11-36-12-fach-Kassette ergibt das eine sportliche, aber alltagstaugliche Bandbreite. Gebremst wird mit Shimano RT-CL800 in 160 Millimetern.
Reifen, Kontaktpunkte, Gesamtbild
Dazu eine GRX Comfort matte Sattelstütze in 27,2 Millimetern und ein Selle Italia SLR 3D Carbon in 145 Millimetern Breite. Sportlich, aber mit klarem Blick auf Sitzkomfort nach längeren Stunden.
Das Storck Grix.3 als Charakterrad
Das Grix.3 wirkt gerade deshalb stimmig, weil es seine Vielseitigkeit nicht verwässert. Geometrie, Flare-Lenker, die neue Gabel und der UDH-Standard geben ihm klare Linien. Dazu die Möglichkeit, Schaltgruppe und Laufradsatz nach eigenem Geschmack zu konfigurieren. In der gezeigten Version bleibt es nah an einem vernünftigen Kern: sportliches Carbon-Gravelbike mit sauberer technischer Basis und hoher Anpassungsfähigkeit.
Genau darin liegt seine Stärke. Es muss nicht das lauteste oder radikalste Rad sein. Es setzt auf Details, die du auf langen Strecken und im täglichen Einsatz wirklich spürst. Das Storck Grix.3 kostet in der gezeigten Konfiguration 4.499,00 Euro.
Bilder: Hersteller
FAQ
Für wen eignet sich das Storck Grix.3 am besten?
Das Grix.3 passt zu dir, wenn du ein sportliches Gravelbike suchst, das nicht nur einen Zweck erfüllt. Schnelle Runden auf Asphalt und Schotter, längere Touren mit Gepäck oder Pendeln im Alltag – dafür ist es gut aufgestellt. Es richtet sich nicht nur an die ganz Harten, sondern an alle, die ein modernes Carbonbike mit vernünftiger Mischung aus Dynamik, Sitzkomfort und Flexibilität wollen.
Was macht die neue Gabel und den Flare-Lenker beim Grix.3 so interessant?
Die Gabel hat versenkte Schrauben. Das sieht aufgeräumt aus und erlaubt eine saubere, durchdachte Montage von Zubehör. Genau das, was du bei Bikepacking und längeren Schottertouren brauchst. Der Flare-Lenker ergänzt das. Er gibt im Unterlenker mehr Hebel und spürbar bessere Kontrolle, besonders auf ruppigen Abfahrten oder mit Gepäck. Beides sind Details, die du auf der Straße tatsächlich merkst.
Ist das Storck Grix.3 eher ein sportliches Bike oder ein komfortabler Alltagsbegleiter?
Es findet seine Stärke genau dazwischen. Carbonrahmen, sportliche Geometrie und die GRX-Ausstattung geben ein direktes, effizientes Fahrgefühl. Gleichzeitig sorgen die durchdachte Integration und die Ausrichtung auf Komfort und Kontrolle für genug Reserven auf längeren Etappen. Es ist kein reines Race-Gerät und kein reiner Tourer. Wer beides will, ohne große Abstriche, liegt damit meist richtig.




