Hinter dem Namen Capri Metz verbirgt sich ein urbanes E-Bike, das bewusst nicht wie ein typisches E-Bike aussehen will. Statt voluminösem Unterrohr und übergroßem Akku dominiert eine klassische Silhouette, die sich an französischen und italienischen Stadträdern der späten 1970er-Jahre orientiert. Genau hier setzt das Capri Metz an: Retro-Look, kombiniert mit aktueller Technik, die für Pendlerinnen und Pendler im Alltag relevant ist.
Rahmen, Geometrie und Fahrer:innenprofil des Capri Metz

Der Rahmen des Capri Metz besteht aus verstärkten CrMo-Stahlrohren. Dieses Material steht für Langlebigkeit und Reparierbarkeit, bleibt dabei aber vergleichsweise leicht. Das Rad bringt inklusive Akku rund 17 Kilogramm auf die Waage, was für ein alltagstaugliches E-Bike in dieser Kategorie wenig ist. Die Rahmenhöhe liegt beim Metz-Modell bei 58 Zentimetern und richtet sich an Personen zwischen 1,70 und 1,95 Meter Körpergröße, in der Praxis sogar bis etwa 2,00 Meter. Damit zielt das Modell auf erwachsene Stadtradler, die ein entsprechend groß dimensioniertes Rad bevorzugen.
Die Geometrie des Modelljahres 2024 passt die klassischen Designparameter an, um Motor, Akku und stärkere Bremsen zu integrieren. Die Gabel bietet trotz höherer Bremskräfte Flexibilität und Komfort. So bleibt das typische Stahlrahmen-Fahrgefühl erhalten, während die moderne Technik sicher arbeitet.
Motor, Akku und Fahreindruck im urbanen Alltag

Angetrieben wird das Capri Metz von einem ANANDA-Heckmotor mit 250 Watt Dauerleistung. Der Motor sitzt unauffällig in der Hinterradnabe und ist optisch kaum als E-Antrieb erkennbar. Dieser Ansatz passt zum Retro-Design: Das Rad soll wie ein leichtes Citybike wirken, das elektrische Unterstützung bietet. Die Unterstützung ist auf 25 Kilometer pro Stunde begrenzt und wird über einen Tretfrequenzsensor gesteuert. Fünf Unterstützungsstufen stehen zur Wahl, deren Abstufung auf Basis von Praxisrückmeldungen progressiver und ausgewogener ausfällt.
Der zweiteilige, herausnehmbare Trommelakku im Oberrohr hat 36 Volt und 6,8 Amperestunden Kapazität (248,4 Wattstunden). Die Hülle der zweiten Generation bietet mehr Schutz vor Stößen und Temperaturschwankungen. Ein IP6-geschützter Anschluss sorgt für Wasserresistenz, was bei täglichem Pendeln von Vorteil ist. Geladen wird über eine mitgelieferte Dockingstation mit Schnellladegerät, ohne das gesamte Rad in die Wohnung zu tragen.
Die Bremsen als Schlüsselfeature des Capri Metz

Das Capri Metz setzt auf mechanische Scheibenbremsen mit 160 Millimetern Durchmesser vorne und hinten. Diese Bremsen sind für E-Bikes mit höherer Geschwindigkeit und Gewicht ausgelegt und verfügen über größere Beläge. Sie erlauben eine feinere Dosierung der Bremskraft, insbesondere im Grenzbereich.
Bei Nässe und wechselnden Bedingungen bieten Scheibenbremsen stabilere Performance als Felgenbremsen. Im städtischen Verkehr, mit kurzen Bremsmanövern zwischen Autos und Fußgängerüberwegen, gibt das einen Sicherheitsbonus. Die angepasste Gabel sorgt für ein stimmiges Zusammenspiel aus Rahmenfeeling und Verzögerung.
Antrieb, Schaltung und Laufräder für den Stadtverkehr

Beim Antrieb vertraut das Capri Metz auf eine Achtgang-Schaltung von Shimano. Geschaltet wird über Altus-M315-Hebel, was präzise Gangwechsel ermöglicht. Die Zugspannung am Schaltwerk kann angepasst werden. Das Schaltwerk aus Aluminium liefert für ein urbanes E-Bike ausreichende Bandbreite für ebene Strecken und moderate Anstiege.
Die Kurbelgarnitur hat 170 Millimeter lange Arme und ein 44-Zähne-Kettenblatt aus Aluminium, inklusive Teilkettenschutz. Dieser schützt Hosenbeine, ohne das Erscheinungsbild zu stören. Die Laufräder basieren auf doppelwandigen 622×19C-Felgen mit 36 Speichen. Sie sind für E-Bikes entwickelt und bieten Stabilität bei moderatem Gewicht – geeignet für tägliche Fahrten über unebene Wege.
Komfort, Bereifung und Ausstattung des Capri Metz

Für den Kontakt zur Straße sorgen Continental Contact Urban Reifen in 37-622. Diese schmalen Reifen kombinieren Laufeigenschaften mit Komfort. Eine SafetyPro-Pannenschutzeinlage reduziert das Risiko von Beschädigungen. Reflexstreifen erhöhen die Sichtbarkeit, ohne den Look zu stören.
Der Brooks-England-B17-Ledersattel ist ein Klassiker und passt sich mit der Zeit an. Die Griffe sind weich oder halbledern. Eine 27,2-Millimeter-Alusattelstütze, rutschfeste Pedale und ein Ursus-Seitenständer runden die Ausstattung ab. Alles zusammen ergibt ein E-Bike, das wie ein stilvolles Stadtrad wirkt, aber modernen Komfort bietet.
Lichtanlage, Elektronik und Nachhaltigkeitsanspruch

Die Beleuchtung ist in das elektrische System integriert. Vorne ein Busch-&-Müller-LED-Scheinwerfer mit 100 Lux, hinten ein LED-Rücklicht. Beide werden aus dem Hauptakku gespeist. Gesteuert wird über ein LCD-Display am Lenker, das Fahrdaten und Lichter kontrolliert. Eine Smartphone-App gibt es nicht, um die Konzentration auf das Fahren zu lenken.
Beim Thema Nachhaltigkeit gibt der Hersteller einen CO₂-Fußabdruck von rund 200 Kilogramm pro E-Bike an. Etwa drei Viertel entfallen auf Materialien und Fertigung, der Rest auf Nutzung, Transport und Recycling. Das Ziel ist Kompensation durch Aufforstungsprojekte und klimaneutrale Produktion. Ergänzend gibt es lokale Lieferketten, wie Korbwaren aus Indonesien oder Lederwaren aus Spanien. Die direkte Vertriebsstruktur ermöglicht engen Austausch mit der Kundschaft.
Modelle, Farbvarianten und Preise des Capri Metz

Das Capri Metz wird in Farbvarianten angeboten, die den klassischen Charakter unterstreichen, wie Arctic Blue 4, Stinger Orange 4, British Racing Green 4 sowie Limited Editions Indigo Blue und Champagne. Einige wie Apple Red 4 oder Dark Night Blue 4 sind vergriffen. Preise liegen bei 2.350,50 Euro bis 2.940,57 Euro, je nach Ausstattung und Edition.
FAQ
1) Für wen lohnt sich das Capri Metz – und welche Körpergröße passt wirklich?
Das Capri Metz richtet sich an Menschen, die täglich in der Stadt fahren, ein leicht wirkendes Bike mit klassischem Look möchten und E-Unterstützung für Gegenwind, Stop-and-go und moderate Anstiege brauchen. Mit 58 cm Rahmenhöhe ist es auf größere Fahrer:innen ausgelegt: Offiziell 1,70 bis 1,95 m, teils bis 2,00 m. Entscheidend sind Schrittlänge und Sitzposition. Wer eher kurzbeinig ist, sollte eine Probefahrt einplanen.
2) Reicht der Akku im Oberrohr (248,4 Wh) für den Alltag – und wie praktisch ist das Laden?
Der Oberrohr-Akku mit 248,4 Wh ist kompakt, um den Retro-Look und niedriges Gewicht zu erhalten. Für typische Stadtwege reicht er oft, bei gleichmäßigem Pedalieren. Bei langen Strecken, Steigungen oder Kälte sinkt die Reichweite. Praktisch ist die herausnehmbare Bauform: Laden an der Dockingstation, ohne das Rad zu tragen.
3) Warum sind mechanische Scheibenbremsen hier so wichtig – und was bedeutet das im Stadtverkehr?
Die mechanischen Scheibenbremsen (160 mm) passen zum urbanen Verkehr. Im Vergleich zu Felgenbremsen liefern sie bei Regen und Schmutz konstantere Leistung. Das hilft bei kurzen Bremsungen vor Kreuzungen oder Hindernissen. Die Kraftübertragung per Bowdenzug macht Wartung einfach, mit guter Einstellung für Druckpunkt und Dosierung.
Bilder: Hersteller



