Der Fokus-Schlüsselbegriff dieses Artikels lautet: SIGMA BC 12.0 WL. Der kabellose Radcomputer zielt auf Alltagsfahrerinnen und -fahrer, Pendler und Tourenradler, die ihre Fahrten sauber dokumentieren wollen, ohne sich durch komplexe Technik vom Wesentlichen ablenken zu lassen. Mit zwölf Funktionen, einer robusten Funkübertragung und einigen durchdachten Komfortdetails will der kompakte Computer zeigen, dass einfache Instrumente im Cockpit oft die zuverlässigsten Begleiter sind.
Kabelloser Radcomputer mit digital codiertem Funk

Beim SIGMA BC 12.0 WL läuft die gesamte Geschwindigkeitsmessung über das drahtlose STS-Funkprotokoll. Der Sensor an der Gabel sendet die Daten digital codiert an den Computer am Lenker oder Vorbau. Das schützt vor äußeren Störeinflüssen und verhindert, dass sich Signale mit anderen Radcomputern überlagern. Gerade im Stadtverkehr, bei Gruppenfahrten oder an stark frequentierten Radwegen ist das ein echtes Plus, weil Aussetzer oder falsche Werte die Orientierung unterwegs unnötig erschweren würden.
Die Funklösung sorgt außerdem für eine aufgeräumte Optik am Rad. Kabel müssen nicht mehr sauber verlegt und mit Klebeband oder Kabelbindern fixiert werden. Der BC 12.0 WL empfängt alle relevanten Daten kabellos, sobald der Sensor einmal mit dem Computer gekoppelt ist. Im Alltag zahlt sich das beim Wechsel von Reifen, Gabel oder Laufradsatz aus: Es hängt schlicht weniger Technik im Weg.
Unterstützung für zwei Räder mit automatischer Erkennung
Spannend wird der SIGMA BC 12.0 WL für alle, die mehr als nur ein Fahrrad bewegen. Nach der einmaligen Einrichtung kann der Computer zwei Räder unterscheiden und automatisch erkennen, auf welchem Bike er sitzt. Voraussetzung ist eine zusätzliche Halterung und ein zweiter Geschwindigkeitssender. Wer etwa ein Trekkingrad für den Arbeitsweg und ein Mountainbike für Wochenendtouren nutzt, muss nicht zwei Radcomputer pflegen oder jedes Mal mühsam Einstellungen verändern. Der BC 12.0 WL passt die hinterlegten Reifenumfänge pro Rad an und ordnet die gefahrenen Kilometer sauber zu.
Damit spielt der Computer seine Stärken vor allem bei Fahrerinnen und Fahrern aus, die ihre Jahreskilometer nicht nur insgesamt, sondern getrennt nach Rädern auswerten möchten. Das erleichtert die Wartungsplanung, etwa wenn Kette und Kassette am Pendelrad deutlich schneller verschleißen als am Sportrad.
Reifeneinstellungen von Kinderbike bis 29-Zoll-MTB
Die Genauigkeit eines Radcomputers steht und fällt mit dem Reifenumfang. Der SIGMA BC 12.0 WL bringt hierfür vordefinierte Reifengrößen mit, die vom kleinen Kinderrad bis zum 29-Zoll-Mountainbike reichen. Damit lässt sich ein neues Rad schnell einrichten, ohne mit Maßband und Tabellen hantieren zu müssen. Wer es besonders exakt mag, kann den Reifenumfang auch millimetergenau manuell eintragen. Diese Option ist interessant für Fahrerinnen und Fahrer mit speziellen Reifenkombinationen, etwa breiten Trekkingreifen oder schmalen Wettkampfreifen, die nicht exakt den üblichen Standardgrößen entsprechen.
Gerade bei längeren Distanzen summieren sich kleine Abweichungen schnell zu mehreren Hundert Metern. Wer Trainingskilometer dokumentieren, Touren nachfahren oder den Überblick über Wartungsintervalle behalten will, profitiert von einer präzisen Einstellung des Umfangs.
Großes Display mit Hintergrundbeleuchtung
Der Bildschirm des SIGMA BC 12.0 WL misst 31 × 41 Millimeter und bietet damit mehr Fläche als das Vorgängermodell. Die großen Ziffern lassen sich auch bei einem schnellen Blick im Verkehr gut erfassen, was insbesondere beim Fahren in der Stadt oder auf unruhigen Wegen von Bedeutung ist. Die aktuelle Geschwindigkeit wird dauerhaft angezeigt, ein zweiter Wert – etwa Fahrzeit, Tageskilometer oder Durchschnittsgeschwindigkeit – kann individuell ausgewählt werden. So bleibt das Display aufgeräumt, liefert aber dennoch die wichtigsten Informationen auf einen Blick.
Eine integrierte Hintergrundbeleuchtung sorgt dafür, dass die Daten auch im Dunkeln lesbar bleiben. Wer früh morgens pendelt oder abends noch eine Runde dreht, muss nicht raten, wie schnell er oder sie unterwegs ist. Zusätzlich misst der Radcomputer die Außentemperatur und blendet diese ein. Das ist kein Leistungsparameter im engeren Sinne, gibt aber ein Gefühl dafür, unter welchen Bedingungen man gerade fährt – hilfreich etwa bei der Wahl von Kleidung und Getränkemenge.
Einfache Bedienung mit drei Tasten
Trotz der zwölf Funktionen bleibt die Steuerung des SIGMA BC 12.0 WL überschaubar. Drei Tasten genügen: Die beiden unteren dienen zum Wechseln der angezeigten Werte, über die obere Menü-Taste gelangt man in die Einstellungen und in die monatlichen Statistiken. Die Bedienlogik ist klar strukturiert und zielt eher auf Pragmatiker als auf experimentierfreudige Technikfans.
Der Zugriff auf die Monatsstatistik ist ein Detail, das im Alltag mehr bringt, als es auf dem Papier klingt. Darüber lassen sich die gefahrenen Kilometer und Fahrzeiten pro Monat rückblickend betrachten. Wer etwa prüfen will, ob die Pendeldistanz tatsächlich regelmäßig gefahren wurde oder wie aktiv der letzte Winter ausfiel, findet hier eine schnelle Übersicht, ohne Daten exportieren oder aufwändig auswerten zu müssen.
Montage per Kabelbinder und flexible Halteroptionen
Die Standardhalterung des BC 12.0 WL wird mit zwei Kabelbindern am Lenker oder Vorbau befestigt. Der Geschwindigkeitssensor wird ebenfalls mit Kabelbindern montiert. Diese bewährte Lösung funktioniert auf nahezu jedem Radtyp, unabhängig von exotischen Rohrformen oder Lenkerklemmungen. Der Computer selbst lässt sich mit einem Handgriff aus der Halterung nehmen – sinnvoll, wenn das Rad im öffentlichen Raum abgestellt wird oder der Tacho vor Witterung geschützt im Haus bleiben soll.
Wer es aufgeräumter oder sportlicher mag, kann auf optionale Butler-Halterungen zurückgreifen. Der Over Clamp Butler passt an Lenker mit 31,8 oder 35 Millimetern Durchmesser und positioniert den BC 12.0 WL weiter vorne im Sichtfeld. Eine Diebstahlsicherungsschraube fixiert den Computer zusätzlich. Für eine gestrecktere Sitzposition bietet der Long Butler TL2450 mehr Abstand nach vorn und eignet sich für Lenker mit 25,4 und 31,8 Millimetern. Diese Varianten sprechen vor allem sportliche Fahrerinnen und Fahrer an, die ihren Tacho ähnlich wie einen GPS-Computer platzieren möchten.
Faszinierendes Detail: Mehrtägige Touren im Blick behalten
Ein besonders spannendes Feature des SIGMA BC 12.0 WL ist die Fähigkeit, mehrtägige Touren als Einheit zu erfassen. Der Computer speichert die gesamte Distanz und Fahrzeit einer Reise, selbst wenn sie sich über mehrere Tage erstreckt. Für Radreisende, Bikepacker oder mehrtägige Brevets ist das eine alltagstaugliche Funktion: Die Gesamtdaten einer Tour bleiben übersichtlich zusammengefasst, ohne dass man pro Tag mit separaten Aufzeichnungen arbeiten muss.
Diese Tourenspeicherung schließt die Lücke zwischen einfachen Tagestachos und komplexen GPS-Geräten. Wer bewusst auf Navigationsfunktionen verzichtet, aber dennoch seine Reiseleistung dokumentieren möchte, findet hier eine pragmatische Lösung. Unterstützt wird das Ganze von einem integrierten Speicherchip, der Gesamtwerte und Einstellungen selbst beim Batteriewechsel erhält. Ein Verlust der über Monate oder Jahre gesammelten Tourdaten wird so vermieden.
Service-Erinnerung, Stromversorgung und Robustheit
Ein weiteres praxisnahes Detail ist die Service-Erinnerung nach 750 Kilometern. Der BC 12.0 WL blendet den Hinweis bis zu fünf Mal nach dem Einschalten ein und regt damit an, das Rad auf Verschleiß und Funktion zu prüfen. Gerade wer viel pendelt oder das Rad ganzjährig nutzt, läuft Gefahr, Intervalle zu verschleppen. Die Erinnerung ersetzt keine Werkstatt, schafft aber eine sinnvolle Routine für grundlegende Checks.
Strom liefert eine Knopfzelle vom Typ CR 2450, die für eine Laufzeit von über zwei Jahren ausgelegt ist. Damit entfallen häufige Akku-Ladezyklen und das Mitdenken, ob der Radcomputer rechtzeitig vor der nächsten Tour an die Steckdose muss. In Kombination mit der wetterfesten und wasserdichten Auslegung ist der BC 12.0 WL auf dauerhaften Einsatz bei Regen, Kälte und Hitze vorbereitet – ein Punkt, der für Alltagsradler deutlich relevanter sein kann als die nächste Ausbaustufe in Sachen Konnektivität.
Varianten, Sprachen und Zubehör
Der SIGMA BC 12.0 WL unterstützt sieben Sprachen in der Benutzeroberfläche: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch und Polnisch. Das erleichtert die Handhabung in internationalen Haushalten und bei gemeinsam genutzten Rädern. Neben dem hier beschriebenen kabellosen Modell gibt es den BC 12.0 WL CAD, der zusätzlich einen Trittfrequenzsensor im Lieferumfang hat, sowie den kabelgebundenen BC 12.0 WR.
Als Zubehör werden unter anderem Trittfrequenzmagnet, zusätzliche Lenkerhalterung, verschiedene Butler-Halter, Power Magnet, ein zweites STS-Rad-Kit sowie gesonderte STS-Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsender angeboten. Damit lässt sich das System auf weitere Räder ausbauen oder mit einer Kadenzmessung ergänzen, falls das Training gezielter gestaltet werden soll.
Preis und Einordnung
Der SIGMA BC 12.0 WL positioniert sich als robuster, alltagstauglicher Fahrradcomputer mit klarer Fokussierung auf das Wesentliche: zuverlässige Geschwindigkeits- und Distanzdaten, gute Ablesbarkeit, einfache Bedienung und sinnvolle Zusatzfunktionen wie Monatsstatistik, Tourenspeicher und Service-Erinnerung. Für Fahrerinnen und Fahrer, die keinen komplexen GPS-Bordcomputer benötigen, aber auf ihr Kilometerbuch nicht verzichten wollen, ist er eine naheliegende Option.
Der Artikel mit der Nummer WEB-12211 liegt preislich im Bereich eines klassisch-drahtlosen Radcomputers, der bewusst auf überladene Features verzichtet und stattdessen auf Langlebigkeit und Praxisnutzen ausgelegt ist.
Bilder: Hersteller



